traveldiary moto blog

In die aufgehende Sonne…

Freitag, August 6th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

An der Idee hänge ich schon seit 2-3 Jahren, aber in Japan, dem Land von Kawasaki, Yamaha, Honda und Suzuki ein Motorrad zu mieten ist gar nicht so leicht… und deswegen schaue ich mir immer wieder die Bilder von MotoQuest an, die jetzt auch ein schönes Video online gestellt haben…

Man braucht ja immer was zum Träumen…Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de


Die wahrscheinlich schönste Tour der Welt

Montag, August 2nd, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Die Fakten: 5 Stunden, 13 Motorräder, rd. 260km Tür zu Tür
Die Route: Elmenhorst, Behlendorfer See, NWN, Priwall, Niendorf, Bad Schwartau, Bad Oldesloe
Die Nebenerscheinungen: Irgendwie musste ich unterwegs an Duplo denken…

Es fuhren zum Behlendorfer See
9 Jungs, 4 Mädels im Defilee.
Mit Schweiß und Schmerz
ging es weiter ostenwärts.
Durch die Lauenburger Weiten
auf ihren Motorrädern reiten.
Doch waren 4 voll Übereifer
und fuhren gen Kiel, die andren weiter.
Denn Kurven, See, und schöne Ort,
bietet das Tourennetzwerk Nord.

Witold – und die wahrscheinlich schönste Tour der Welt

P.S.: Manchmal fällt einem einfach nicht mehr ein, was man schreiben soll Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de ;-)


100 Dezibel Hamburg

Samstag, Juni 26th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Es ist ein wunderschöner Sommernachmittag in Hamburg. Die Temperatur kratzt irdendwo an den 30 Grad, die morgendlichen Wolken haben sich verzogen, an belebteren Plätzen steht einem der typische Slalom um die Touristen bevor.

Doch es herrscht ein unglaublicher Lärmpegel in der Stadt. Man hört bestimmt 100 Dezibel Hamburg um sich rum. Ist es das Dröhnen der Vuvuzelas, die man nach Ende der Fußball-WM-Vorrunde schon als Dauerton im Ohr hat? Sind es die Hupkonzerte des Portugiesen-Auto-Korsos, die vom Public Viewing auf den Heiligengeistfeld und aus dem Portugiesenviertel starten und sich über den (ja wohl sehr zu erwartenden) Einzug ihrer Mannschaft in die Ausscheidungsrunden freuen? Ist es das Knattern und Feuern der Harley-Motoren, von denen Hunderttausende in der Stadt sein müssen angesichts der an diesem Wochenende stattfindenden zuerst untersagten, dann verlegten Hamburg Harley Days 2010? Oder sind es die Gitarren von The Boss Hoss, den einzig wahren Berliner Cowboys, die aljems kurzfristig angesagter Überraschungsgast eine der Bühnen der Harley Days rocken?

Es war alles zusammen! Und ich war bei allem dabei. In der Nähe des Millerntor als der feiernde Portugieser-Pulk sich auflöste, mit meiner BMW im Harley-Konvoi, der über die eigene Festmeile tuckerte und gerade in der Nähe der Bühne, als jemand ausrief “Viel Spaß mit The Boss Hoss”.

Und so bleib ich, bei einem der mitreißendsten Konzerte, das ich seit langem gesehen habe, in der dritten Reihe inmitten von Hundertschaften singender, wippender, tanzender und “Yiiiiiiihaaaaah” johlender Biker und Sozias.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Vielfalt – made in Hamburg!


MoGo 2010 – Motorradgottesdienst Hamburg

Sonntag, Juni 13th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Heute war es wieder einmal soweit, das jährliche Highlight der norddeutschen Motorradszene, der Hamburger Motorradgottesdienst.

DSC07532kl

Zum 27. Mal heißt es im, vor und um den Michel, die Hauptkirche St. Michaelis “Fahr nicht schneller als dein Schutzengel fliegen kann”. In diesem Jahr mit dem Motto und der Predigt zu “Hinter der Kurve…”. Nun ist ein Motorradtour auf der Autobahn nicht zwingend die Gelegenheit, bei der einem Unerwartetes hinter der Kurve erwartet, bei der das Voraus nicht einsehbar ist. Doch auf der Straße da ist es so, da ist hinter der Kurve die Freiheit der nächsten Wendung, das Risiko der plötzlichen Überraschung und doch das Ziel, auf das wir zusteuern.

Viele der rund 30.000 Teilnehmer in diesem Jahr nehmen die Worte von Pastor Fähling mit, als sie auf ihre Motorräder steigen und nach und nach die Motoren anwerfen, um Richtung Norden zu starten.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Nachdem vor 2 Jahren ein schwerer Unfall außerhalb der MoGo-Veranstaltung den Konvoi ausbremste und im letzten Jahr der Regen das Fest etwas trübte, zog in diesem Jahr der Konvoi unter dauerhaftem Hupen, dem Klang einiger Vuvuzelas und dem Winken zahlloser Menschen und Deutschlandfahnen durch die Stadt und unter den dicht bevölkerten Autobahnbrücken hindurch.

Richtung Norden, Richtung Kaltenkirchen und für viele – wie die Kennzeichen der Motorräder verrieten – weit angereiste am heutigen Tag auch noch weite Strecken zurück – immer so weit der Schutzengel fliegen kann – Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de – und nie schneller als der Schutzengel fliegen kann…


Ein Münchner im Himmel

Dienstag, Juni 8th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Vorgestern war es mal wieder soweit, eine Motorradrunde stand an und Witold hatte eingeladen zu “Wismar und die Ostsee”.

Und obwohl die Gruppe diesmal klein war, so versammelte sich doch ein bunt gemischtes Völkchen mit Kennzeichen aus 4 Bundesländern… inklusive eines Gastmotorrads aus München.

IMG_0026

Nun behaupten die Bayern ja bekanntlich, dass sie das beste Wetter haben, dass das Blauweiß sich aus Weißbier und dem Zustand danach zusammen setzt und dass man auf den Bergen (München liegt immerhin auf 519m “Meeres”höhe) dem Himmel am nächsten sei. Dabei ist unzweifelhaft der Norden in Deutschland ganz oben und hier ist es, wo der Himmel blauweiß ist!

Nun wollen wir den Bayern nicht unrecht tun, immerhin können sie Motorräder bauen – in einem Werk in Berlin zum Beispiel…

Bei strahlendem Sonnenschein und mehr blau als weißem Himmel ging es denn auch in Elmenhorst (Kreis Stormarn!) an den Start. Auch Elmenhorst, Herzogtum Lauenburg wäre eine Möglichkeit gewesen, doch für diese hatte sich nur ein Mitfahrer entschieden ;-)

Die erste Aufgabe des Tages bestand somit darin, die Mitfahrer einzusammeln und ab Mölln dann endlich mit voller Mannschaft die Tour fortzusetzen. Die Straßen? Wie man es von Witold gewohnt ist. Immer da lang, wo die Kurven sind. So fiel es uns auch leicht, ihm zu verzeihen, dass er den kürzesten Weg nach Wismar “verfehlte”, uns um die Südspitze des Schaalsees lenkte und uns auf dem historischen Marktplatz von Gadebusch eine kleine Pause gönnte. Aber auch nur eine Zigarettenlänge lang (spielte da wohl Eigennutz mit?), bevor wir den Weg Richtung Nordosten fortsetzten.

Rapsfelder, dunkle Alleen, Kopfsteinpflaster, Pollenschwärme, Fräulein Steinfort (keine Sorge, das ist eine Ortschaft!), weite Wiesen, Waldpassagen – und Kurven.

Und irgendwo da oben ist Wismar. Spätestens hier, auf dem Marktplatz von Wismar, wo wir uns vor einem Restaurant in der Sonne zur Mittagspause niederließen, waren wir nicht mehr ganz allein. Die ein oder andere weitere Motorradgruppe kreiste ums Karree (grausam diese Rechtschreibreform!), die meisten Besucher waren allerdings keine Harley-Fahrer sondern Bustouristen.

Und was ist mit der See?

Jetzt kommt die See! Nachdem das einzig maritime, das wir von Wismar gesehen haben, die Aker Yards Werft war, hatte die Wismarer Bucht vor Wohlenberg dann doch freien Blick aufs Meer zu bieten. Und wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen, die Motorradschuhe in den Sand zu stecken! Ins Wasser – 23 Grad Lufttemperatur – hätten wir uns natürlich auch getraut, aber leider keinen FKK-Abschnitt gefunden und keiner von uns hatte seine Badesachen drunter.

Was bleibt uns also? Zurück nach Hamburg. Leider war es bereits später Nachmittag und der ein oder andere Strandbesucher hatte die gleiche Idee. Auf den Schleichwegen pendelten Fahrradfahrer im Weg rum, auf den gängigeren Straßen stockte anderer Verkehr. Doch irgendwo hinter Dassow hatten wir auch das hinter uns und die Kurven uns wieder.

Zum Abschluss noch ein Tipp zur Güte: Wenn Ihr einen Bayer mit zu einer Motorradtour im Norden nehmt, Downhill-Erfahrung kann er bei der Zufahrt zur Römnitzer Mühle am Ratzeburger See beweisen ;-)

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
P.S.: Nichts für ungut, ein “neuer” Bayer in unserer Runde bot sich als Thema einfach an… freue mich auf weitere gemeinsame Touren!!!


Charitour 2010

Sonntag, Mai 30th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Es waren einmal beim Sommerfest,
zwei Jungs zu Bike nicht sattelfest.
Die Petra Moske sprach sie an,
was man organisieren kann.

Für den guten Zweck, sollt er sein,
der Einsatz ihrer Bikelein.
Schon hatten die Jungs eingeschlagen,
die Charitour war angetragen.

6 Monate später wars soweit,
das Wetter gut, die Jungs bereit,
mit 30 Bikern man gen Süden fuhr,
so begann die erste Charitour…

Ja, so nahm dies alles seinen Anfang. Für nestwärme e.V., eine gemeinnützige Organisation zur Unterstützung von Familien mit behinderten und chronisch kranken Kindern, trafen sich rund 40 norddeutsche Jungs und Deerns, um gemeinsam im Cafe del Sol zu frühstücken und dann durch Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen zu fahren.

Doch damit allein hatte das Spendensäckel für nestwärme e.V. noch nicht geklingelt, die Biker griffen in ihre Leder- bzw. Cordurataschen und zahlten für Frühstück und Tour eine Startspende, die wir zu 100% dem gemeinnützigen Zweck zu Gute kommen lassen konnten – und wie einige Fotos verraten, so trafen auch die speziell für dieses Event entworfenen Charitour-T-Shirts auf große Gegenliebe und stockten den Pott nochmal zusätzlich auf, so dass wir rund 1.250,– Euro für nestwärme e.V. einsammeln konnten.

Vielen Dank allen Teilnehmern dafür!

Die Tour – abgestimmt mit dem Landesbetrieb Verkehr der Stadt Hamburg und den örtlichen Polizeidienststellen – führte vom Cafe del Sol an das Elbufer und in einem weiten Bogen hinter der Deichkante entlang. Die klare Kante war dabei zu erkennen, häufig von Schafsherden begrast, der klare Himmel ließ allerdings auf sich warten. Doch an diesem Pfingstwochenende sorgte der nebelige Morgen dafür, dass nicht zu viele Ausflügler aus ihren Kojen kamen und uns die freie Sicht auf freie Straßen nahmen.

Vorbei am Zollenspieker und in Geesthacht über die Elbe (ja, diese 2,5km waren alles, was wir bei dieser Tour von Schleswig-Holstein zu sehen bekamen – aber dabei sein ist alles ;-) ), setzten wir nach Niedersachsen über, wo wir der Elbuferstraße bis Artlenburg folgten und dann Richtung Süden zum Schiffshebewerk in Scharnebeck abbogen.

Dort, am Hebewerk, gab es die erste Pause, Wartungsarbeiten wurden durchgeführt (und es hatte tatsächlich jemand eine Ölkappe für einen BMW-Zylinder dabei – und ich dachte, dass nur Harley-Fahrer immer mit Servicewagen unterwegs sein müssen…), Kaffee, Nikotin oder Softdrinks getankt und zum zweiten Stint (Anm.: In der Formel1-Sprache der Abschnitt zwischen zwei Boxenstopps, bei Norddeutschen ein kleiner Speisefisch) aufgebrochen.

Dorfstraßen, Heidesträßchen und Bundesstraßen führten uns weiter durch grüne Wälder, gelbe Rapsfelder und dunkelpurpurne Heide bis zum Ziel unserer Tour. Dort räumte ein Gespann mit 2 Pferdestärken das Feld, um uns die gesamten Parkflächen vor dem Landhaus Höppen bei Schneverdingen frei zu machen.

Und nicht nur die Parkflächen, auch die Außenterrasse war für uns reserviert und ein Kuchenbuffet stand für die hungrigen Biker bereit. Der offizielle Teil der Charitour endete hier, in kleinen und mittleren Gruppen setzten die Fahrer ihren Weg fort – weiter Richtung Süden, zurück nach Flensburg, Kiel, Hamburg, Geesthacht, Trittau, Mölln oder wohin auch immer, die Reifen sie getragen haben.

Bei so vielen strahlenden Gesichtern scheint klar, dass es schon Überlegungen für eine zweite Charitour gibt – warum auch nicht, Motorrad fahren und Gutes tun!Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de


Hexentour

Sonntag, Mai 2nd, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Den Harz kennt man ja gemeinhin als deutsches Mittelgebirge mit Brocken, Kyffhäuser, Walpurgisnacht und sonstigem Schabernack.

Und da Joachim zu seinem Geburstag mal eine “kleine Tour mit Übernachtung” machen wollte und wie immer jemanden kannte – diesmal jemanden, der Motorrad fährt, im Harz ein Hotel betreibt und sogar Zimmer anbietet – machten wir uns auf den Harz.

Strahlendes Wernigerode Und um eine Frage vorweg zu beantworten: Wetter gut – Stimmung gut!

Zwei Maschinen in Mölln gesattelt, eine in Hamburg, fanden wir uns nach telefonischer Navigation sogar in Lauenburg diesseits der Elbe… und haben dann mal rübergemacht. Rüber über die Elbe, rüber über… ach ne, das sagt man ja nicht mehr. Jedenfalls haben wir so komische alte Türme passiert und so große braune Schilder, auf denen Stand, dass Deutschland hier mal geteilt war. Jetzt nicht mehr. Lange nicht mehr!

Auch der Harz war geteilt und manchmal soll ich mir an diesem Wochenende nicht sicher sein, ob ich jetzt gerade hüben oder drüben bin. Selbst als wir uns mit dem Teufel einlassen am Abend der Walpurgisnacht, da erläutert dieser uns, wie er Ossis von Wessis trennt. Er sticht sie mit seinem Dreizack – und diejenigen, die sich beschweren, dass sind die Wessis… Joachim wirft ihm daraufhin eine Münze in seinen Totenschädel und wir kommen ungeschoren davon.

Schließlich erwarten uns am zweiten Tag die Kurven des Harzes. Unser Hotel schlägt gleich drei ausgearbeitete Motorradroutenvorschläge vor und wir bauen kurzer Hand an die Ostharztour einen Teil der Westharztour ran und werfen uns in die Kurven. Sowohl was die Straßenlage angeht als auch auf der Sommerrodelbahn – wobei wir mit dem Motorrad glaube ich doch etwas schneller waren – selbst bergauf.

Unsere Route?
Wernigerode – Elbingerode – Rübeland – Altenbrak – Thale – Friedrichsbrunn – Güntersberge – Hasselfelde – Trautenstein – Tanne – Königshütte – Elend – Braunlage – Sorge – Elend – Drei Annen Hohne – Wernigerode.

Und einer der schönsten Abschnitte davon war der von Sorge nach Wernigerode, obwohl er nicht zu den Routenempfehlungen zählt – oder gerade deswegen und daher nicht so viele darauf unterwegs sind ;-) ?

Jedenfalls verbrachten wir drei richtig gute Tage auf der Straße und der Harz ist immer mal wieder einen Ausflug wert. Und das werden wir nicht nur bei diesem dahin-gesagten lassen. Schließlich fehlen uns noch die Westharz- und die Südharz-Runde und wer einmal mit den Hexen getanzt hat, der wird ihren Bannsprüchen vielleicht doch nochmal folgen müssen.

Und beim heiligen St. Benno, das 5.-letzte Bild kann ich unmöglich an unserem Tisch gemacht haben! Das muss der Nachbartisch gewesen sein!!!
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Gesamtstrecke der Tour: 771km HH – Wernigerode – Harz – HH


Danger Zone

Sonntag, April 11th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Wetterberichte fand ich bisher immer völlig überflüssig. Warum soll ich eine Sendung schauen, die mir sagt, wie das Wetter irgendwann irgendwo vielleicht wird?!

Aber in diesem Jahr werde ich glaube ich noch ein echter Fan von Wetterberichten. Dies ist das zweite Wochenende in Folge, in denen die Wetterfrösche für Hamburg Schietwetter vorhersagen und das Wochenende selbst sich mit hervorragendem Bikerwetter zeigt! Hängen die falschen Prognosen evtl. damit zusammen, dass Jörg Kachelmann zur Zeit unpässlich ist?

Egal. Für mich heißt das rauf auf die Maschine und los. Ich habe ein Ziel vor Augen, will – aus dem Nordosten Hamburgs kommend – einen Freund in Schleswig-Holstein, nordwestlich von Hamburg besuchen. Den schnellsten Weg kenn ich auswendig, also sage ich meinem Navi, es soll den kürzesten wählen.

Damit kreuze ich etwas über die Straßen der Hansestadt, werde östlich des Flughafens von Süden nach Norden gelotst. Da kommt mir die Idee, über die Flughafentangente abzukürzen. Ich fädle links ein, fahre auf den Flughafen zu und über eine Brücke über die anvisierte Straße hinweg. Mir bleibt keine Alternative, als an den Terminals vorbeizutuckern.

Währenddessen hat mein Navi neu kalkuliert und will mich nun nach Süden führen und dann südwestlich am Flughafen vorbei. Auch gut.

Also ziehe ich in dieser Richtung meine Maschine auf die Flughafentangente, sehe rechte von mir einen Flieger durchstarten und tauche mit meinem hochgeklappten Visier tief in eine Wolke aus Kerosin ein. Sofort kommt mir die Melodie von Danger Zone in den Sinn… und die Szene, die vielleicht dafür verantwortlich ist, dass ich zum Biker geworden bin.

Welche Szene? Hier ist sie, die Motorradszene aus Top Gun.

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Und trotzdem, fahrt vorsichtig ;-)


CarFreitag

Samstag, April 3rd, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Die Wetterprognosen haben für die ganzen Ostertage Regen angesagt – bis auf den Morgen des Karfreitags.

Also Rolläden hoch, rausgeguckt, Sonne gesehen, aufs Thermometer geschaut und mich bei 5,5° Celsius doch für Thermowäsche entschieden. Noch einen Pullover zur Sicherheit in den Tankrucksack, die Innenjacke in der Außenjacke noch drin gelassen und raus in die Freiheit!

Es ist der 2. April, mein Saisonkennzeichen darbt schon 1 Monat vor sich hin und es wird langsam mal Zeit für eine größere Runde. Zuerst orientierungslos, starte ich auf den Straßen der Hansestadt und stelle fest: Es ist CarFreitag! Keine Autos unterwegs, keiner muss zur Arbeit, keiner zum Einkaufen, stattdessen schlafen alle noch, sitzen zuhause und malen Ostereier an oder sind schon an die Nord-, Ost- oder Südsee gestartet.

Biker auf der Fähre
Was für ein Morgen! Vierspurige Hauptstraßen frei zu befahren, die Ampeln auch fast zu müde, um auf Rot zu schalten und so entscheide ich mich dann schnell für eine Tour Richtung City. Zwar fahre ich diese Straßen oft genug, aber meist mit dem Auto und meist im morgend- oder abendlichen Berufsverkehr.

Die Sonne steht strahlend am blauen Himmel, vielleicht ist das Thermometer, der Ansicht, dass es kalt ist, ich merke nichts davon, habe das Visier hochgeklappt und lasse mir den Wind um die Nase wehen.

Über die Elbbrücken geht es nach Süden, durch leere Industriegebiete auf der Veddel, die hier lagernden Gewürze in der Nase. Am Deich entlang weiter nach Süden, immer hinter der Waterkant, runter nach Moorwerder und bei Stillhorn über den letzten Elbarm. Ab jetzt geht es südlich daran entlang, die klassische Route vom Bullenhauser Elbdeich bis zur Elbfährt in Hoopte.

Zollenspieker Fährhaus
Inzwischen sind auch ein paar PKW-Ausflügler auf der Straße, die Parkplätze der Stintlokale sind voll, und ich rechne fast damit, vor der Fähre anstehen zu müssen. Doch der Einweiser winkt mich rauf und macht hinter mehr die Schranke zu, um abzulegen. Auf der Fähre: 2 PKW, ein Hand voll Motorräder. Auch drüben, am Zollenspieker Fährhaus ist es lange nicht so voll wie gewohnt, dafür ist die Imbissbude ungewohnt umplatziert, nachdem die Mitarbeiter jahrelang die Elbe im Rücken hatten, sollen sie diese Saison wohl die Aussicht genießen dürfen… falls sie durch die an Hochtagen Schlange stehenden Biker noch durchblicken können.

Nördlich geht es wieder an der Elbe entlang, vereinzelt brennt schon ein Osterfeuer, vielerorts liegen die Stapel bereits hoch. Mein Navi erhält nun die Anweisung, mich auf der kürzesten Route nach Hause zu bringen, wohl wissend, dass diese Einstellung oft unerwartet kurvig ausfällt. Aber dafür bin ich ja auch mit dem Motorrad unterwegs.

Ja, so kann die Saison weitergehen! Können wir nicht mehr CarFreitage im Jahr einführen?
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
Jens.


Alte und neue Zeitrechnung

Samstag, März 13th, 2010
Geschrieben von Jens Freyler

Irgendwie scheinen Berlin-Ausflüge für mich immer mit der Entdeckung von Motorrad-Statuen einherzugehen.

Letzten Sommer habe ich in Berlin ein schickes Holz-Motorrad entdeckt, dass ich am liebsten gleich eingepackt hätte. Aber es hat dann doch nicht ganz in den Kofferraum gepasst.

Avus-Biker, Berlin Gestern war ich nun wieder mal in Berlin anläßlich der ITB, der Internationalen Tourismus-Börse, auf der man sich als Reiseverleger natürlich rumtreiben muss. Und tatsächlich gab es da auch Aussteller aus aller Herren Länder, waren dort Stände zu verschiedensten Reisearten unterwegs. Motorrad-Reiseanbieter habe ich dagegen keine gefunden. Die sind wohl eher auf den BMT bzw. den HMT hier in Hamburg.

Doch kaum aus den Berliner Messehallen raus, die unweit der Avus gebaut sind, jener legendären Rennstrecke, da stehe ich vor diesen beiden Kumpanen hier, mit ihren Oldtimer-Maschinen windschnittig unterwegs, um den Großen Preis für sich zu entscheiden. Gibt es eigentlich überall Motorrad-Statuen? Hat jemand in Hamburg schon mal so ein Denkmal gesehen? Wie auch immer, auch dies war zu groß, um es einzupacken, zumal ich diesmal mit der Bahn (Unternehmen Zukunft…) vor Ort war. Wobei… mit nem Güterwaggon dran, müßte man das eigentlich passend machen können… was solls, nächstes Mal, für diesmal habe ich Euch ja ein Foto mitgebracht!

Und nach diesem Bild der alten Zeit, da dachte ich mir, dass ich mir heute mal beim BMW Saisonstart ein paar neue Modelle anschaue.

Rolladen hoch, Blick raus. Tropfen auf der Scheibe, tiefgraue Wolkenberge. Blick zum Thermometer, über null, aber viel mehr auch nicht. Soll man bei dem Wetter Motorrad fahren? Andererseits, kann man zu einem Saisonauftakt im Auto vorfahren? Kann man nicht!

BMW Oldtimer zum Saisonstart Dort angekommen, stellte ich fest: Können einige schon. Aber in Motorradkluft fühlte ich mich doch wohler, auch wenn die Stimmung eher verhalten war. Die Bierbänke im Verkaufsraum aufgebaut, die Motorräder entsprechend kaum passierbar zusammen geschoben, um Platz zu schaffen, die Laune in den Gesichtern eingefroren – entweder weil sie mit dem Motorrad hierher gekommen sind – oder weil sie nicht mit dem Motorrad hierher gekommen sind und sehen, dass andere Typen cooler waren.

Und was die Modelle angeht, so eine S1000RR könnte mich glaub ich auch reizen, aber warum soll ich mit was Neuem anfangen, wo das Gute steht so nah? Und auch so eine alte Kiste wie diese hier, könnte mich begeistern… womit wir wieder bei der alten Zeit wären.

Was es noch so bei BMW an Neuentwicklungen gibt? Einen Raus-O-Meter. Eine kleine Plastikkarte im EC-Karten-Format, die statt Magnetstreifen einen Temperaturfühler hat. Laut Raus-O-Meter-Anleitung heißt es ab 12 Grad Celsius raus auf die Maschine! Warum meine Frau da immer von 20 Grad redet…?

Jedenfalls zeigt das Digitalthermometer auf unserer Fensterbank neben dem bollernden Kamin gerade 5,5 Grad Außentemperatur an. Das Raus-O-Meter allerdings, hier direkt neben mir liegend, verkündet 22 Grad Celsius. Und letztlich kann doch nur diese Angabe für Motorradfahrer gültig sein, oder?

22 > 12 = raus!

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Ich dreh dann mal ne Runde ;-)


Pages: 1 2 3 4 Next