Reiseberichte


“Einmal um die ganze Welt”
Heinz Albers unterwegs mit einem round-the-world-Ticket


Autor: Heinz Albers
Datum: Donnerstag, Juni 14th, 2007

2. Die Planung

Wir wollten mit einem “Round-the-World-Ticket” die Erde umrunden. Unter folgenden Zwängen hatten Angelika und ich zu leiden: Mangel an Geld und Freizeit. So galt es für uns, den Rahmen für diese Rundreise etwas ökonomischer zu gestalten.
Als Fluglinie für das Round-the-World-Ticket wählten wir die Air New Zealand. Dort gab es den günstigsten Tarif. Außerdem hat diese Airline einen hervorragenden Ruf. Dieser Punkt war also relativ schnell abgehakt.
Leider hatten wir das Pech, voll von der Gewinnmaximierungsorgie der Mineralölkonzerne getroffen zu werden, was zu satten Treibstoffzuschlägen führte.
Hinsichtlich unserer Ziele im Südpazifik gab es Einschränkungen: Bora Bora und die Marquesas waren nur zu realisieren, wenn wir äußerst bescheidene Quartiere ausgesucht hätten. Das wollten wir uns aber nicht antun. Nur Tahiti und Papeete lohnen sich nicht, weil zu teuer und kaum das Reisegeld wert. Von Samoa ist nur Westsamoa zu empfehlen.
Die USA wollten wir aus politischen Gründen nicht anfliegen; wir konnten uns aber nicht verweigern. Die Alternative wäre gewesen, den Sprung in die Südsee über Südamerika oder via Johannesburg (Südafrika. Der Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate weltweit, in der wir vermutlich traditionell ausgeraubt worden wären) zu machen. Die Reise über Südamerika hätte aber die Anwesenheit eines Goldesels in unserem Haushalt erforderlich gemacht. Also, Augen zu und ab nach Los Angeles! Zum Ausschlafen gönnten wir uns zwei Nächte im FourPoints Sheraton und eine fünfstündige Stadtrundfahrt, das sollte für Los Angeles reichen. Hawaii und andere USA-Städte wollten wir aus dem oben genannten Grund nicht besuchen.
Fidschi war unser bevorzugtes Ziel, seit dem wir im Internet Bilder der Insel Matamanoa gesehen hatten. Ich wollte drei, vier Tage dort bleiben, um dann nach Tonga und Rarotonga weiter zu ziehen. Angelika war dagegen. Sie braucht ihre Strandliegezeiten. Also plante sie neun Tage Matamanoa. Die Kosten hierfür waren für unser Budget wie ein mittleres Erdbeben. Praktischerweise war der Wunsch auf weitere Inseln damit erledigt.
In Neuseeland mussten wir sechs Tage bleiben. Das war/ist eine Bedingung des Round-the-World-Tickets der Air New Zealand und ist absolut kein Nachteil. Denn sowohl die Stadt Auckland als auch die Umgebung sind sehenswert.; dort kann man es getrost ein Leben lang aushalten.
Der Stop in Sydney lag außerhalb der RTW-Route, musste also zusätzlich dazugekauft werden. Wenn man schon mal in der Gegend ist, sollte man sich diese Stadt nicht entgehen lassen.
Singapore, unsere Lieblingsstadt, diente als Pausenstation, bevor die letzte große Etappe in Richtung Deutschland zu bewältigen war.
Das vollständige Ticket für den Flug um die Welt kostete pro Person 1.519.- Euro (zu anderen Saisonzeiten ist es billiger bzw. teurer). Dazu kamen die Gebühren für die schamlose Bereicherung der Mineralölkonzerne und Steuern in Höhe von 248.- Euro. Das machte 1767.- Euro.

Unser genauer Flugplan ist hier zu finden: http://www.heinzalbers.org/weltreise.htm

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