Reiseberichte


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Autor: cloudy
Datum: Montag, Juli 5th, 2010

Dieser Beitrag nimmt an der Wahl der besten Reiseberichte Neuseeland teil. Am Ende des Berichts könnt Ihr Eure Wertung abgeben!

Von Greymouth ging es an der Westküste entlang Richtung Süden. Der Urwald wurde dichter und noch grüner, die Bäume immer höher. Unterwegs sahen wir mindestens 20 Opossums: alle als Fast Food für Greifvögel platt gefahren auf der Straße. Vielleicht war auch der ein oder andere Kiwi und mindestens eine Katze dabei. Erstaunlich ist die hohe Anzahl der überfahrenen Tiere: Da wir meistens völlig allein auf den Straßen unterwegs sind, können da am Tag doch höchstens 50-100 Autos entlang fahren. Also wie groß ist da die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tier angefahren wird? Was Opossums angeht, scheint hier in Neuseeland ein Glaubenskrieg zwischen den sonst so friedliebenden Neuseeländern zu herrschen. Opossums werden hier von den meisten Einwohnern als Plage angesehen, denn sie töten die süßen kleinen (aber dummen) Laufvögel, wie den Kiwi. Es gibt Kampagnen gegen die Opossums, in denen sie als „Natural Born Killer“ mit gefletschten bluttropfenden Zähnen in einem weit aufgerissenem Maul und einen hilflosen halb abgenagten Kiwi in der Kralle in das Blitzlicht der Kamera starren, als wären sie frisch bei einer Überltat ertappt worden. Der stille hinterhältige Mörder, der seine armen nichtsahnenden Opfer in der Nacht überrascht und auf bestialische Weise zerfleischt. In diesen Flyern, die in den Touristen-Offices rum liegen, wird gleichzeitig  für das bereits erwähnte Gift „1080“ geworben, dass dieses „schreckliche Tier“ aufhält. Es sei laut Prospekt ansonsten völlig unschädlich für die Natur. Als wir weiter Richtung Süden fuhren, passierten wir ein paar Dörfer, die sich gegen das eingesetzte Gift aussprechen. In diesen Dörfern stehen an der Straße Schilder mit Sprüchen wie „1080 kills“. Die Gegner geben zu bedenken, dass das Gift in den Lebenskreislauf eintritt und auch für den Menschen gefährlich werden könnte. Eine makabere Idee: Man macht die Schädlingsbekämpfung zur Touristenattraktion. So gibt es Jagdtouren zu buchen, auf denen man möglichst viele der Tiere erschießen kann.

Weiter ging es in Richtung Okarito über einen gletscherwasser-blauen Fluss und wir beschlossen, beim nächsten Schild in die Einfahrt zu fahren und einer kleinen Straße den Fluss entlang zu folgen, der zwischen rostigen rötlichen Brückenpfeilern hindurch floss, die einen schönen Kontrast zum Blau ergaben.

Wir schafften es noch vor Sonnenuntergang in den kleinen schnuckeligen Ort Okarito einzufahren: geschätzte 20 Häuser entlang einer Straße, die parallel zur Tastmanischen See verläuft, die hier nicht ganz so wild ist, wie in Greymouth. Okarito war das erste Stück Land, das 1642 von Abel Tasmans Schiffen aus gesichtet wurde. Wir checkten in das Beachhostel ein. Was für ein Zimmer: in Sandfarben gehalten, an den Wänden Treibholz, ein großes Bett, ein Schrank und ein eigenes Bad! Hinzu kam der tolle Gemeinschaftsraum im Gebäude: Ein Kamin mit bequemen Sofas einer offenen Küche und einem 6 Meter langem Holztisch mit einem Thron an jedem Ende! Alles sandfarbend, zum Entspannen eingerichtet. Wir schafften es sogar noch vor dem Sonnenuntergang zum Meer vorzulaufen. Und erlebten ein atemberaubendes Naturspektakel mit vielen Rottönen, Gischt vor den Klippen und dem weiten Meer.

Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass wir erst nach Franz-Joseph, dem nächsten größeren Ort fahren mussten, um Benzin und Lebensmittel aufzutanken. Wir kauften dem 30-Serpentinen-km entfernten Touristen-Dorf ein paar Nudeln und Hackfleisch, die typische Backpackerverpflegung.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg zum Franz Joseph Gletscher. Es gibt verschiedene Wege, den Gletscher zu besichtigen. Sehr empfohlen wurde uns die Helihikingtour: Man fliegt mit einem Hubschrauber weit hinauf auf die schönen noch nicht verdreckten Stellen des Gletschers und wandert mit einer Führung 2 Stunden über das unberührte Eis, besucht Eishöhlen und lässt sich anschließend wieder vom Hubschrauber abholen (ca. 360 Dollar). Andere Möglichkeiten, den Gletscher zu besteigen sind geführte Touren vom Boden aus, die nach Zeit und Höhe des Aufstieges gestaffelt sind und auch dem entsprechend mehr oder weniger Geld kosten. Bei diesen Touren kommt man Backpacker-Berichten zufolge unglaublich langsam voran und es wird eine hohe Anzahl an Leuten gleichzeitig abgefertigt. Wir entschieden, nur bis zur Gletscherzunge vorzuwandern und anschließend am gleichen Tag noch nach Wanaka weiter zu fahren. Wir stellten den Van an einem Sammelparkplatz ab und machten uns das erste Mal auf eine kleine Wanderung quer durch das steinige Becken des Schmelzwasserflusses: eine karge Landschaft, jedoch mit Highlights wie Wasserfällen und großen Gesteinsbrocken, die die Wanderung interessanter machten. Schließlich kamen wir an eine Absperrung, von der wir einen tollen Blick auf die eisblaue Höhle direkt an der Gletscherzunge und die vielen Touristengruppen, die sich in Schlangen auf dem Eis vorwärtsbewegten, hatten.

Weiter ging es also nach Wanaka, raus aus dem Urwald in eine ganz andere Landschaft: Die Wälder und Sträucher wurden spärlicher, immer mehr Felswände traten aus den Bergen und das Gras war nicht mehr grün, sondern golden-gelb, wie wir es bereits von Christchurch aus gesehen hatten.

Die Straße in Neuseeland sind ein Thema für sich, wobei ich denke, dass wir bisher noch wirklich Glück hatten. Alle Backpacker lästern in diesem Fall über die Neuseeländer und so bekamen wir schon als wir vom Flughafen abgeholt wurden gesagt, dass die Neuseeländer keine Straßen flicken, sondern nur Kreise um die Löcher malen. Außerdem seien viele der eh schon wenigen Straßen nur Schotterpisten, die nicht jedes Auto bewältigen kann. Vor dieser Aufgabe standen wir zum Glück noch nicht, aber auch so kann eine Serpentinenfahrt hier gruselig sein. Wenn ich mal wach bin, fürchte ich mich, dass ich einen Felsbrocken auf den Kopf kriege oder wir über den Straßenrand ins Tal fallen, denn wo und warum hier an manchen Stellen Leitplanken stehen, habe ich noch nicht begriffen, eine einheitliche Regel scheint es da nicht zu geben. Und es liegen große Steine auf der Fahrbahn vor denen Hinweisschilder warnen, dass sie jederzeit aus den steilen Felswänden neben uns brechen könnten – nagut, und was soll man dann machen? Der Hinweis ist genau so gut, wie der Rat „Fahr vorsichtig!“. Sicherungen vor abbrechenden Felsen habe ich noch nirgends wo hier gesehen. Was wir auch schnell gemerkt haben: Pilone (Baustellenhütchen) herstellen ist DIE Einnahmequelle in Neuseeland! Auf den einsamen langen Straßen ist das einzige, was man häufiger sieht, als platt gefahrene Tiere, diese Hütchen und Baustellenschilder, nur: Irgendwie sind fast alle Baustellen verlassen. Das scheint wohl wie mit dem Kreis um die Straßenlöcher zu sein: Man kennzeichnet einfach, wo noch was zu tun wäre. Wenn dann tatsächlich Arbeiter an einer Baustelle sind, dann ist das wohl der entspannteste Job hier in Neuseeland: Fünf sitzen rum und einer stellt Hütchen auf. Und dann gibt es da noch die wichtigste Person im Team (mein absoluter Traumjob unter den Traumjobs): Eine menschliche Ampel. An beiden Enden einer Baustelle stehen meist die zwei übergewichtigsten Arbeiter. Beide sind mit einem Walki Talki verbunden und halten ein Schild mit „Go“ und „Stop“ in der Hand, dass sie dann synchron drehen, so dass eine der beiden Autokolonnen durch die Fahrbahnverengung fahren kann. Kein Wunder, dass Neuseeland sich nicht wirklich mit Arbeitslosigkeit beschäftigen muss.

Der Ort Wanaka ist bereits auf Tourismus ausgelegt, denn im Sommer kommen hier die ganzen Backpacker entlang und im Winter ist es ein Skiort für Neuseeländer und Australier.

Im Hostel „Wanakabackpacka“ sitze man vor einem weiten Panoramafenster, davor liegt der See Wanaka, am Himmel schweben kitschige flauschige rosa Wolken und gegenüber sieht man Berge: sandfarbend, in den Spalten einige Büsche und Sträucher und ansonsten kahle Bergrücken mit italienischen Zikaden und ganz unten am Fluss die Lichter der vier Häuserreihen, die sich auf dieser Seite um den See winden. Neuseeland scheint nicht nur von der Natur beherrscht zu sein, sondern es gibt einfach auch zu wenig Menschen hier, um die ganzen Plätze mit Seeblick zu bebauen.

Ich könnte den ganzen Tag da sitzen und den Seeglern, Kytesurfern, Windsurfern und Ruderern zuschauen oder den Schatten auf den goldenen Bergen, den Wolken, die über den See in das Tal kommen. Wir entspannten uns am Kieselstrand, ließen uns von der Sonne wärmen und einfach mal ein wenig Zeit vergehen. Als wir hungrig wurden, entdeckten wir den besten Burgerladen des ganzen Landes: „Red Star“: Klingt groß, ist aber ein süßes kleines unscheinbares Restaurant, in dem die Besitzerin Bedienung und Koch zugleich ist, auf dessen Hinterhof „Organic Farming“ betrieben wird und die Burger einfach riesig und sehr lecker sind!

Auch das kultigste Kino Neuseelands befindet sich hier in Wanaka und ist unter den Backpackern ein Geheimtipp:

An der Bar gibt es in den Pausen frischgebackene Cookies, die Toiletten sind bis hin zu den Spülkästen mit alten Filmplakaten (sogar deutsche Filme, wie “Goodbye Lenin”) tapeziert und es gibt nur einen einzigen, ziemlich kleinen Kinosaal mit Wohnzimmeratmosphäre. Die gemütlichen Sofas sind alle voneinander und an einer Seite steht sogar ein Oldtimer, der Platz für drei Zuschauer bietet, die gerne das Autokinogefühl erleben wollen.

Manchmal muss man einfach ein wenig Glück mit dem Wetter haben und in unserem Fall war das nicht wie üblich erwünschter Sonnenschein und wolkenloser Himmel, sondern eine trübe Suppe, tief hängende Wolken, ein grauer Himmel und leichter Nieselregen von allen Seiten. Wo und wann man sich das wünschen kann? Wenn man in Neuseeland im Fjordland zu den Milford Sounds fährt. Denn nur bei Regen schlängeln sich hunderte kleiner Wasserfälle die steinigen schwarzen Felsen runter. Und nur durch die Wolken, die über dem dunklen Wasser hängen und durch die man mit dem kleinen Boot hindurchschippert, wirkt alles wie die verzaubertste Gegend in der ich bisher war. Wer mich kennt, der weiß, dass ich ganz schnell meine Laune dem Wetter anpasse und ich habe noch nie Regen so genossen, wie auf dem Bootstripp durch die Milford Sounds. Wir hatten also Glück mit dem Wetter und besonders mit der Bootstour.

Nachdem wir in Te Anau in ein wieder mal tolles rustikales Hostel eingecheckt hatten – ein moderner Bungalow mit riesigem Gemeinschaftsraum, hoher decke, gemütlichem Ofen und einem putzwütigen Besitzer -  verfolgten wir die neusten Meldungen über die Straße nach Milford, die aufgrund sintflutartiger Regenfällen nicht mehr befahrbar war. Der Besitzer des Hostels versicherte uns jedoch, dass hier großer Druck durch die Touristenbehörden gemacht werde und so die Straße sicherlich schnellstmöglich wieder zu befahren sei. Und so verbrachten wir wieder einen etwas ruhigeren Tag in unserem gemütlichen Hostel, spielten Ball, kochten leckere Menüs und gingen ein bisschen in dem winzigen Ort Te Anau shoppen. Am nächsten Tag war die Straße morgens wieder frei und wir brachen früh auf, um nicht in die Reisebuskollonnen der Bustouren zu geraten. Bereits der Weg zu den Sounds hält einige Aussichtspunkte bereit. Im Lonely Planet, der uns leider abhanden gekommen ist, aber zum Glück liegen hier im jeden Hostel ein paar verlorene Exemplare rum, steht: Man kann die Strecke durchaus in 2 Stunden schaffen, aber wer das macht, ist selbst schuld. Denn der Weg ist hier ein Teil des Ziels und so sieht man goldene Täler, zwischen steilen dunklen und schroffen Hängen, in denen Wolken festhängen, oder Greenstone-grüne Seen.

Die Straße wurde noch an einigen Stellen von Schlammbergen befreit (wieder witzige, diesmal aktive Baustellen mit Stop-and-Go-Männern) Zum Glück wollten um diese Zeit alle in eine Richtung, denn mit Gegenverkehr wäre die Straße wirklich eng geworden. Die Vegetation nahm immer mehr ab, so dass irgendwann nur noch dunkle Felsen mit dazu im Kontrast stehenden schneeweißen dünnen Wasserfällen übrig blieben. Also absolut in ihrer Form und Farbe reduzierte Natur. Die Bilder sehen teilweise aus, als wären sie schwarz-weiß aufgenommen. Der gruseligste Abschnitt war ein Tunnel: Man fährt einfach in ein Loch in den Berg hinein, dessen Masse gefährlich und überwältigend wirkt. Der Tunnel an sich würde wohl keiner deutschen Sicherheitsbestimmung genügen: Er sieht aus, wie ein gesprengter Gang eines Kohlebergwerks: nackte Wände ohne Verkleidung, man sieht die Spuren der Sprengungen und an einigen wenigen Teilen hängt ein Blech an der Decke. Anscheinend ist dort mal was runter gekommen. Übrigens: Wer kauft sich in Neuseeland eigentlich einen Neuwagen? Unser armer Van wird auf jeder Fahrt von herumfliegenden Steinen getroffen, hatte bereits 3 Steinschläge in der Scheibe, als wir ihn gekauft hatten und der gelbe Lack ist schon an ein paar Stellen bis auf das blanke Metall abgesplittert. Aber hier haben die Menschen wohl die gesunde Einstellung, dass ihr Auto ein Nutzfahrzeug und kein makelloser Schatz ist, der jedes Wochenende gepflegt werden muss. Dem Tunnel fehlten auch jegliche Beleuchtungen, Sicherheitsbuchten, Telefone, Schilder etc.

Trotzdem die Straße ein paar Tage geschlossen war, und Neuseeländer denken, dass in Deutschland kein Mensch mehr leben dürfte, weil alle zur Zeit in Neuseeland reisen, war relativ wenig los im „Terminal“ an den Milford Sounds. Ganz auf Tourismus ausgerichtet, gibt es einen kleinen Parkplatz ein Stückchen weg von dem kleinen Hafen. Hier ließen wir die Autos stehen, zogen uns für die feuchte Fahrt passend an und liefen auf einem überdachten Weg zum „Terminal“. Das „Terminal“ sieht aus wie ein kleiner Provinzflughafen, vergleichbar mit dem Baden-Airpark. Im Lonely Planet wird beschrieben, dass es hier auch manchmal zugeht, wie auf einem Flughafen, doch wie gesagt: Wir hatten wohl Glück und konnten sofort an dem erstbesten Schalter gleich links neben dem Eingang sechs Tickets für die nächste Tour buchen. Doppelt Glück hatten wir, weil das wohl die kleinste Schiffslinie dort ist und wir nicht auf einem Riesendampfer, sondern auf einem kleineren gemütlichen Boot individueller und gemütlicher durch die Gewässer geschippert wurden. Die ideale Kleidung für uns war übrigens (für die, die ähnliches vorhaben): lange Funktionsunterwäsche (z.B. Legins), eine feste Jeans drüber, ein T-Shirt, dünner Pullover, Softshell (zweite Regenschicht), Regenjacke (erste Regenabwehr) und ein Hut mit großer Krampe gegen den Nieselregen aus allen Richtungen. Auf diese Weise konnten wir die ganze Zeit am Bug stehen, mit der Ausnahme, als der Captain mit der Bootsspitze in einen Wasserfall hinein fuhr. Nur die ganz großen Helden bleiben dann da vorne stehen. Ideale Bekleidung für diesen Fall: Bikini und Badehose.

In einem Neuseelandfilm, mit dem zwei „Fernsehmenschen“ in Deutschland durch die Kinos getourt sind, wurden die Sounds eher als überbewertet dargestellt und auch eine deutsche Touristin, die am gleichen Tag dort war, meinte, sie habe in Norwegen beeindruckendere Fjorde gesehen. Ich war noch nicht in Norwegen, aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es eine schönere Version dieser Landschaft geben kann, als genau bei diesem Wetter und hier in Neuseeland. Was ich jedoch verstehen kann: Wenn einer von den Touris unbeeindruckt war, die die ganze Zeit im Inneren des Schiffes gesessen und den kostenlosen Tee geschlürft haben. Die haben meiner Meinung nach tatsächlich alles verpasst und die 74 Dollar zum Fenster rausgeworfen.

Leider bringen die Fotos die landschaftliche Stimmung auf dem Weg und in den Milford Sounds nicht annähernd rüber. Aber diese Erinnerung bleibt mir sicherlich lange im Gedächtnis.

War die Landschaft, durch die wir an der Westküste fuhren eher wie der Wald der Ents (es folgen weitere „Herr der Ringe“ Vergleiche), ähnelte die Welt, durch die wir weiter südlich fuhren (Wanaka) zunehmend den goldenen Wiesen, über die Legolas, der Zwerg und Aragon die Orks im zweiten Teil jagen. Es folgen auf dem Weg nach Süden eher glatte kahle und schroffe Felsen und tiefen Schluchten mit Flüssen, wie die, durch die sie mit den Flößen im ersten Teil fahren. Die Catlins im Südosten ähneln dem Auenland, sind aber nicht ganz so saftig-grün. Die runden Hügel sind etwas größer. Und genau hier liegt Owaka, ein winziger Ort direkt an der Küste. Wer sich fragt, wo die ganzen Schafe in Neuseeland leben: Hier sind sie nicht zu übersehen. Die kleinen Hügel sind übersäht mit weißen Flecken. Wir zogen also wieder in unser neues Quartier: Ein Strandhaus mit Seelöwen direkt vor der Haustür! Das Hostel ist zwar eher ein Bungalow mit dünnen Wänden, aber es hat ein gemütliches Flair und eigentlich fühlen wir uns jetzt recht schnell überall zuhause, wo wir gemeinsam anreisen. Die Umgebung ist einfach unschlagbar und so haben wir auch hier schnell noch einmal verlängert, auch wenn es nicht so viel in der Nähe zu sehen gibt. Wir machten uns wieder eine gute Zeit am gemütlichen Esstisch mit leckerem Essen und zwei wunderbaren Strandspaziergängen, bei dem ich das erste Mal einen Seelöwen in der freien Natur und direkt aus der Nähe gesehen habe, und unseren ersten Pinguin, leider tot auf dem Sand. Tolle Wellen, toller Strand, Muscheln, angenehmes Wasser… was soll man da sagen? Das ist schon geradezu gewohnt perfekt. Wir fragen uns langsam, wie Neuseeländer wohl den Rest der Welt empfinden, wenn sie mal auf Reisen gehen. Der Hostelbesitzer in Owaka hat beispielsweise vor, eine Reise nach Europa zu machen. Er hat uns ausgefragt, wie man in Deutschland reisen und preiswert wohnen kann und dabei ist uns klar geworden, wie viel schwieriger so eine Reise in Deutschland wäre! So leicht ein Auto kaufen? So billig und gut übernachten? Legal arbeiten? Und wer will hier weg? Wo doch ganz Europa mit seinen Landschaften hier verteilt ist? Flüsse mit Inseln, wie der Rhein an seinen breiten Stellen, das weiche Gras und die schroffen Hügel Irlands, die Fjorde Skandinaviens, die Alpen, die Côte d´Azur, alles da und nur ein paar Kilometer voneinander entfernt. Und dann auch noch die freundlichen Menschen, die ihr Land wirklich verdient haben. Der Gedanke hat mich eine Weile beschäftigt und jetzt kann ich sagen, weswegen sich eine Reise dann doch lohnt: Die wirklich alten Gebäude und die Geschichte, große Künstler, wie Shakespeare, Van Gogh und Goethe, die geschützte und geförderte Kultur und das Essen!

Die Strecken hier in Neuseeland hören sich von der Kilometeranzahl relativ gering an. Beachtet man dabei jedoch, dass die Höchstgeschwindigkeit 100km/h beträgt, manche Vans nur 80 fahren sollte, um nicht zu überhitzen, Anstiege z.T. nur im zweiten Gang und mit 20 Km/h zu bewältigen sind, dazu noch gefährliche und kurvige Serpentinen, one-lane-bridges und tausende von einmaligen Aussichtspunkten, an denen man am liebsten jedes Mal anhalten und Fotos schießen möchte, dann kann man sich in etwa unsere Reisegeschwindigkeit vorstellen. Dazu zählt man dann noch die Stopps um die schwächlichen Blasen regelmäßig zu entleeren und die Warterei in den Ausweichbuchten, wenn man die Karawane der Autos vorbei lässt, die eine halbe Stunde zähneknirschend hinter unserer Stoßstange fluchten. Ein Wunder, dass wir überhaupt ankommen. Ansonsten bekommen wir sicherlich einen Kulturschock, wenn wir nach Deutschland zurück kommen und uns mehr als 3 Autos auf hundert Kilometer entgegenkommen. Auch haben wir uns bereits an die toten Tiere auf der Fahrbahn gewöhnt. Heute war tatsächlich ein Känguru dabei! Manchmal ist es auch nur noch ein Brustkorb. Wir selbst haben wahrscheinlich (noch) nichts überfahren, aber ganz sicher sind wir uns da nicht, denn: Die Tiere hier wollen sterben! Kleine Vögel picken, wieso auch immer, in Scharen oder auch mal ganz alleine, auf jeden Fall gedankenverloren auf der Straße rum und fliegen im letzten Moment davon, werden aber von dem Luftsog erfasst und kommen nicht immer heil davon. Vielleicht sehen die das als Adrenalinschub, so eine Art Achterbahnfahrt an, auf jeden Fall erschrecken wir uns immer zu Tode. Auch die großen Raubvögel nagen am letzten Rest der Brustkörbe der Possums rum und merken nicht, dass sie gleich daneben liegen, um das nächste Glied in der Aas-Nahrungskette zu bilden. Und noch eine Sonderbarkeit hier von der Straße Neuseelands: In den entlegendsten Gegenden, am steilsten Hang, bei der größten Hitze und den unübersichtlichsten Straßenverhältnissen – genau da – keucht ein Radfahrer am Straßenrand die Serpentine herauf. Neuseelands Nervenkitzel findet man also nicht nur bei den üblichen Extremsportarten, sondern man schnappe sich einfach ein Fahrrad oder werde hier im nächsten Leben ein Vogel.

Wir brachen also nach einem verlängerten Tag am Strand von Owaka wieder in Rekordzeit auf und fuhren zu einem Zwischenziel- dem Nugget Point – auf dem Weg nach Dunedin (ausgesprochen nicht etwa „Duneedien“ oder „Dannedien“, sondern „Danieden“). An der Süd-Ost-Küste, am Ende eines Landzipfels mit einem weißen Leuchtturm liegen große Felsen im Wasser, die zunehmend kleiner werden, als wäre ein Riese an dieser Stelle vom sandigen Festland ins Meer gegangen und hätte dabei noch ein paar Brocken mit ins Meer getragen. Wieder mal eine malerische Landschaft, mit dem weißen Leuchtturm vor dem wolkenlosen tiefblauen Himmel, die schäumende Gischt an den Füßen der steilen Klippen, in denen sich die 3-4 Meter langen braunen gummiähnlichen (ich habe sie angefasst) Tentakeln der Meeresalgen hin und her walzen lassen. Der Weg vom Parkplatz bis zum Leuchtturm hat sich das erste Mal wie eine richtige Wanderung angefühlt. Es war wieder mächtig warm in der Sonne – hatte ich das ständige An- und Ausziehen schon in meinem Bericht erwähnt? – und der Anstieg war vor allem auf dem Rückweg schweißtreibend, doch natürlich war das Ziel die Mühe wert.

In Dunedin konnten wir direkt in unser „Krankenhaus“ einchecken. Jetzt stellen sich die meisten wohl lange Flure und kahle Wände vor, aber nein, dieses ehemalige Krankenhaus gleicht eher einem großen Stadthaus mit Steinmauern (eine Abwechslung zu den dünnen Holzhäusern), sehr gemütlichem Holzdekor an der Wand, hohen Decken und viel Platz. Und im zweiten Hostel in Folge trafen wir Niemanden, den wir bereits kannten. Das ist eine Seltenheit, denn: Alle Backpacker fahren quasi die gleichen Routen. Ein großer Vorteil von Neuseeland ist für Orientierungsprofis wie mich, dass es nicht all zu viele Straßenabzweigungen gibt und eigentlich immer nur ein Highway zum nächsten üblichen Ziel führt. Und auch die Unterkünfte sind beschränkt, wenn man nach der BBH-Bewertung vorgeht und immer die Hostels mit der höchsten Bewertung wählt, womit wir bisher gute Erfahrungen gemacht haben. Und so kommt es, dass wir Matt aus Wanaka auch in Queenstown wieder trafen, mit Steve aus Okarito auch in Wanaka quatschten und Christoph (ein Fluggast aus Frankfurt) in Te Anau an unserem Tisch frühstückte.

Dunedin ist Christchurch sehr ähnlich, nur, dass es hier steile Wohnstraßen gibt, so z.B. die steilste Wohnstraße der Welt, laut Guinessbuch der Rekorde. Und die haben wir uns gleich mal angeschaut auf einer weiteren – ja, auch in der Stadt geht das – großen Wanderung. Wir liefen durch die ganze Stadt, das achteckige Stadtzentrum und immer weiter, bis fast wieder hinaus. Eigentlich macht es ja wenig Sinn, zu der steilsten Wohnstraße zu laufen, aber dort angekommen, zeigten wir noch genug Reserven und rannten im Wettlauf den Berg hoch. Natürlich wurden wir neugierig, ob unser Power-Van dieser Anforderung gewachsen ist und so fuhren wir am nächsten Tag noch einmal hin und dokumentierten die Möglichkeiten unseres Autos mit der Kamera, denn der Van kam ohne große Problem und ohne erhöhter Temperatur den Berg zwei Mal hinauf und wieder hinunter. Das sollte für einen Tag reichen und so nahmen wir uns für den nächsten Tag einen Besuch in der Cadbury Schokoladenfabrik vor. Doch die Führungen waren völlig ausgebucht, so dass wir für den nächsten Morgen vor unserer Abreise vorreservierten und in das Umland fuhren, um weitere Sehenswürdigkeiten aufzusuchen. Ein Ziel war das Schloss ganz in der Nähe, das laut Lonely Planet von irgendeinem Adligen gebaut wurde, um seine Frau zu beeindrucken. Die fand den Bau jedoch nicht so ansprechend, schlief mit seinem Liebslingssohn und er brachte sich darauf hin um – Frauen sind schon hart. Ob das Schloss hübsch ist, können wir nicht berichten, denn auch hier sind wir weder in den Schlosspark, noch in das Gebäude gegangen, denn der Preis dafür war uns einfach zu hoch. Leider sind in Neuseeland die Touristenattraktionen recht teuer. Und so alt kann das Schloss dann ja auch nicht gewesen sein, wenn man bedenkt, wann Neuseeland entdeckt wurde. Also weder Schokoladenfabrik, noch Schloss hatten geklappt. Doch wir ließen uns nicht entmutigen und steuerten gleich den nächsten Punkt auf unserer Liste an: Sandfly Beach. Das klingt nach Schmerzen, für diejenigen, die Sandflies kennen, aber der Name kommt vom herumfliegenden Sang, nicht den Stechmücken. Wir stellten das Auto auf einem Parkplatz an der Küste ab, gingen durch ein Tor über eine grüne Schafsweide (bergab), erneut durch ein Tor und einen schmalen Pfad durch Dünenbüsche entlang (weiter bergab), bis sich schließlich vor uns ein gewaltiges Sandbett ausbreitete (ganz weit unten). Wir rannten die hohen Dünen hinunter und erreichten das Meer mit seinen witzigen Strandvögeln mit den roten Schnäbeln. Auch hier kuschelten bereits wieder Robben fünf Meter von uns entfernt. Das ist der bisher schönste Strand, den ich hier in Neuseeland gesehen habe: toller Sand, schönes langes Gras in den Dünen, noch niedlichere Robben, als in Owaka und natürlich ein toller Ozean. Wir spazierten bis ans andere Ende, zu einer kleinen Bucht mit Steinen und getarnten Robben, die genau so aussahen, wie die Steine. Auf dem Rückweg sahen wir eine Robbe im Meer, die tatsächlich auf den Wellen ritt und zwei, die gerade aus dem Wasser robbten und am Strand für die Besucher posierten. Endlich habe ich auch mal gesehen, wie die Viecher sich fortbewegen und nicht nur rumliegen. Tja, und dann kam das Unerwartete: Alles, was wir davor RUNTER gelaufen, gesprungen und gerannt sind, mussten wir nun wieder hinauf. Das war dann der bisher anstrengendste Teil der Reise. Aber der Strand war es wert.

Nach so viel Bewegung hatten wir uns den Besuch in der Schokoladenfabrik doch echt verdient, oder? Morgens hieß es wieder Packen und auschecken. Wir gerieten etwas in Stress, als sich unser Aufbruch verzögerte: Unser zweiter Zimmerschlüsse fehlte und die Jungs rannten rum und suchten. Ich dachte ehrlich gesagt, die veräppeln mich, denn es war ja der erste April! Da muss man wachsam sein, aber wie sich heraus stellte, war ich die einzige, die sich Streiche ausdachte. Als die Führung dann in 15 Minuten losgehen sollte und wir noch den ganzen Weg von unserem Wohnberg runter durch die halbe Stadt vor uns hatten, erweckte ich mein Gehirn aus dem Ruhezustand und war mir sicher, dass die Jungs den Schlüssel als letztes gehabt haben mussten, denn ich hatte ja den anderen auf den Nachttisch gelegt. Zumindest in Gedanken, damit ich ihn auch ja nicht in meiner Hosentasche vergesse. Naja, gut, dass ich trotzdem noch mal nachschaute und – uuups – da war er dann. Es konnte also losgehen, wir hetzten den Berg hinunter (mittlerweile denke ich bereits immer an den Rückweg) und kauften rechtzeitig unsere Karten (18 Dollar). Der erste Abschnitt der Führung war ohne Führungspersönlichkeit in einer Art kleinem Museum, in der die Geschichte der Schokolade in Neuseeland und der Firma Cadbury dargestellt wurden. Dort erfuhren wir unter anderem, dass früher Schokolade nur als Getränk und immer mit einem Glas Wasser dazu eingenommen wurde. Anschließend wurden wir von einer älteren fröhlichen Frau in lila Latzhose, lila Basecap und entsprechender Schokofigur in Empfang genommen. Sie verteilte Haarplastenetze, Bartschutz (für die Herren) und führte ein Film über die Sicherheitsbestimmungen für Besucher der Fabrik vor. Der Film war gar nicht so schlecht und als Medienmensch muss ich sagen: Ich habe noch nie ein so durchgezogenes Corporate Design/Corporate Identity gesehen, wie bei dieser Führung! Alle sehr sehr nett, Spass steht an oberer Stelle, aber geordnet! Als wir zur Fabrik rüber liefen, kam uns die vorherige geführte Gruppe entgegen und die sahen trotz zweistündiger Tour frisch aus und noch erstaunlicher: Die waren total trainiert: Als ob sie das schon seit ihrer Grundschule machen, liefen sie hintereinander an der linken Wegseite und als ihr Führer stehen blieb, stellten sie sich artig nebeneinander in einer Reihe auf, ließen die Durchgänge für die Mitarbeiter frei und schauten erwartungsfroh und aufmerksam. Mein erster Gedanke war: Gehirnwäsche? Zuchthaus? Und ich brannte darauf, herauszufinden, welche Strategie zu diesem vorbildlichen Verhalten der Besucher in einer aktiven Fabrik führen könnte. Und als wir loslegten, wurde es mir ganz schnell klar! Denn unsere nette aufgedrehte Führerin hatte ganz große Taschen in ihrer Latzhose und darin nicht etwas einen Baseballschläger oder eine Trillerpfeife, sondern ganz viel – liegt ja nahe – Schokolade. Und ganz nach der positiven Konditionierungsmethode bekamen wir beim Beantworten von Fragen oder stellen von guten Fragen einen Riegel Schokolade. Zu unserer Ausstattung gehörte auch eine kleine Plastetüte, in der bereits ein Caramellriegel drin war und an jeder Station gab es für jeden einen neuen Riegel verschiedener Cadbury Schokolade. Wir erfuhren unterwegs in einer sehr kurzweiligen Führung mit kurzen Filmen und Erklärungen an den einzelnen Stationen woraus sich die Schokolade zusammensetzt und wie die einzelnen Arbeitsschritte ablaufen. Alles sehr bildlich veranschaulicht und mit interessanten Einzelheiten aufgepeppt. Mein persönlicher Höhepunkt: An einem Stopp bekamen wir jeder einen kleinen Becher mit warmer reiner flüssiger Schokolade und einen Löffel in die Hand. Am Ende der Tour stiegen wir in ein Silo, in dem in der Mitte auf Knopfdruck ein Wasserfall von Schokolade zwischen uns in die Tiefe schoss. Der Geruch war einmalig. Unsere Führerin versicherte uns, dass diese Attraktion alleine für die Besucher aufgebaut worden sei und die Schokolade bei jeder Führung erneut genutzt werde. Aber auch die beste Tour ist irgendwann vorbei und so ging es noch durch den Laden mit preisreduzierter Wahre und dann wieder den Berg hinauf zurück zum Van.

Unser Weg führte uns weiter in den Norden an der Ostküste nach Geraldine, unsere Basisstation für den Mount Cook und den Lake Tekapo. Auf der Fahrt hielten wir an einem zuerst unscheinbar wirkenden Strandabschnitt und gingen am Meer entlang. Ich dachte zuerst, wir wollen uns nur ein bisschen die Beine vertreten. Der Strand war mit seinem dunklen Sand nicht besonders attraktiv, aber dann sah ich, wo der Weg uns hinführte: An einem ungefähr 100 Meter langem Strand-Abschnitt lagen auf einmal absolut runde Steine mit Durchmessern von 0,5 bis 1,5 Metern, die Moeraki Boulders. Und weiter ging es nach Geraldine, einem kleinen Ort in einer eher unspektakulären Landschaft.

Wir hatten Großes vor am Tag darauf: Als erstes stand auf der Liste ein morgendliches Fotoshooting am Lake Takapo mit dem Mount Cook im Hintergrund – eine sehr schöne Urlaubserinnerung. Also brachen wir früh auf, fanden eine gute Stelle, zogen unsere Badesachen an und gingen bis zur Hüfte ins einskalte Wasser mit Blick auf die verschneiten Berge. Dabei sind dann tolle Bilder entstanden und weiter ging die lange Fahrt entlang am tiefblauen See auf den höchsten Berg Neuseelands (und „Austaliasiens) zu. Der Mount Cook liegt direkt neben dem Fox Gletscher, so dass wir also diesmal von der anderen Seite ins Land hinein fuhren und wieder eine ganz andere wahnsinnig interessante Landschaft auf unserer Panorama Windschutzscheibe bewundern konnten. Grauschwarze Berge, von Sandlawinen gezeichnet und goldfarbene Täler. Über die Bergkette neben dem Mount Cook drückten sich die Wolken aus dem Westen rüber und sahen aus, als ob sie in unser Tal nach unten fallen würden, doch sie lösten sich im Fall auf. Das sah aus, wie der Dampf von Trockeneis, der über die Kante von einem Gefäß läuft und dann ins Unsichtbare verschwindet. Als Ausgangspunkt für Wanderungen zum und um den Mount Cook dient den Besuchern ein kleines Örtchen, insbesondere ein Hotel, das auch wir ansteuerten. Dort ließen wir das Auto stehen und beschlossen, das Wandern noch herauszuschieben und erst einmal etwas zu essen. Die Preise waren außergewöhnlich hoch und es ist hier in Neuseeland normal, dass an Feiertagen (in unserem Fall Karfreitag) noch 10% zusätzlich auf den Preis geschlagen werden. Schließlich rechneten wir aus, dass wir nur noch ca. zwei Stunden hier verbringen konnten, denn: Auf dem Rückweg wollten wir noch einmal Seefotos an einer anderen Stelle machen, um die Berge noch größer ins Bild zu bekommen. Also entschieden wir uns für den Kea-Walk (Keas sind grüne Papageien, die wir auf dem Arthur´s Pass schon gesehen hatten). Letztendlich blieben wir nach nicht all zu langer Zeit auf einem Steg stehen und machten ein paar tolle Fotos bei wahnsinnig tollem Licht im Gras und entschieden, einfach da zu bleiben und die fantastische Aussicht auf das Tal und den Mount Cook zu genießen.

Von Geraldine schlossen wir den ersten Ring unserer Reise und fuhren zurück nach Christchurch, unserem Startpunkt. Da das Kiwi-Basecamp ausgebucht war, buchten wir ein Sechser-Zimmer im Old Country House, ein super modernes und sauberes Hostel.

Da wir bisher ja schon Seelöwen und Pinguine gesehen hatten, wollten wir nun auch mal die viel gelobten Delphine Neuseelands finden und so fuhren wir in das kleine „französische“ Städtchen Akaroa. 1838 wurde das Land von französischen Siedlern gekauft und 63 Franzosen machten sich hierher auf den Weg. Doch Großbritanien war etwas schneller und so flatterte ein paar Tage vor deren Ankunft die englische Flagge auf der Halbinsel. Trotzdem wird dem Städtchen ein französischer Flair nachgesagt, was ich ehrlich gesagt nur an den französischen Farben, den Straßennamen und Restaurants bemerkt habe. Insgesamt fanden wir Stadt nicht sehr beeindruckend, zu erwähnen seien jedoch die schönen trompetenförmigen Muscheln, die zu Hauf am Strand lagen und der Tourist Drive, den wir auf dem Rückweg fuhren. Nachdem wir leider keine Delphine vom Land aus gesehen hatten (hier gibt es wohl vor allem die kleinen Hektor-Delphine) und uns mit Fish&Chips gestärkt hatten, ging es also über die Rücken der Berge durch eine wahnsinnig tolle Landschaft nach Lyttelton. Die Fahrt auf dem Touristdrive war das Highlight unseres Ausflugs nach Akaroa. Lyttelton hatten wir ja bereits in unserer ersten Woche hier in Neuseeland auf dem Weg zum Sumner Beach gesehen: Eine kleine Hafenstadt, in der die ersten frommen Christen landeten, um dann in Christchurch zu siedeln, ist nettes Städtchen, dass von den riesigen Hafenschiffen dominiert wird. Das graue Militärschiff wirkte fast etwas bedrohlich. Anschließend fuhren wir zurück nach Christchurch in unser gemütliches Hostel und machten einen Plan für unseren nächsten großen Ausflug: Das Ziel war Kaikura und das Aufregende: wir wollten uns aus einer Höhe von 9000-13000 Metern aus einem Flugzeug werfen, also Skydiven und endlich Delphine sehen. Auch hierfür soll Kaikura ein hervorragender Ausgangsort sein.

Wie hörten fatalerweise auf die Empfehlung einer betrunkenen Engländerin und buchten im „Albatross Inn“ in Kaikura ein Zimmer. Generell war das Hostel die bisher schlechteste Wahl. Kaikura wird uns trotzdem in guter Erinnerung bleiben, denn wir haben zwei tolle Erfahrungen gemacht. Die erste: Wir sind mit den Delphinen schwimmen gegangen. Zuerst dachten wir, der Tripp fällt ins Wasser, denn alle Plätze waren belegt und wir standen nur auf der Warteliste, falls andere Teilnehmer ausfielen. Wir hatten für den Tag zwei Chancen, die eine morgens um 8:30 Uhr. Wir standen also früh auf, machten uns abfahrbereit und warteten auf den Anruf. Dieser kam jedoch nicht und so frühstückten wir noch gemütlich mit den anderen. Unsere zweite Chance war eine Fahrt um 12:30 Uhr. Wir überlegten uns verschiedene Taktiken, doch letztendlich beschlossen wir, nicht auf „dummer Tourist, der kein englisch versteht“ zu machen, aber trotzdem einfach mal hin zu gehen und zu sagen: Hey wir sind hier, falls einer ausfällt. Und wie wir feststellten, war das genau die richtige Strategie. Als alle Teilnehmer eingecheckt hatten, wurden die aufgerufen, die bereits da wahren: ein Pärchen, eine einzelner Mann und wir zwei. Nun ging die Dame am Schalter ihre Liste von oben nach unten durch. Der einzelne Mann stand weiter oben, als wir und so durfte er einchecken. Dann meinte die Frau, es sei nur noch ein Platz frei und wir verloren den Mut. Wie sich herausstellte, waren wir zwei tatsächlich die nächsten auf der Liste und wir bekamen eine Alternative vorgeschlagen: Einer von uns dürfe als normaler „Schwimmer“ mit und der andere als „Share-Schwimmer“. Der Share-Schwimmer zahlt etwas weniger (nur 25 Dollar weniger), und darf nur ins Wasser, wenn ein anderer Schwimmer nicht mehr hinein möchte. Klingt auf den ersten Blick nicht so toll, aber ich wollte den Ausflug unbedingt machen und wir beide hatten uns schon so drauf gefreut, denn gerade zu dieser Jahreszeit sollen die Delphine sehr neugierig und spielerisch sein, so dass wir zustimmten. Letztendlich war das die perfekte Lösung, denn so hatten wir wenigstens kein „schlechtes Gewissen“, wenn einer von beiden das ganze vom Boot aus filmen und sich ausruhen konnte. Denn es ist wirklich anstrengend!

Los ging es also in den Raum mit der Ausrüstung: Neoprenanzüge (Hose, Jacke, Kopfhaube), Flossen, Schnorchel und Brille. Gut, dass wir unseren Rucksacküberzug als Tasche mitgenommen hatten, denn wir mussten ja auch noch unsere normale Kleidung, Kamera und Fotoapparat transportieren. Ich hatte noch nie einen Neoprenanzug an und so einige Probleme damit. Da Ding war verdammt eng und am Anfang dachte ich, ich kann kaum atmen, doch später im eiskalten Wasser war das genau das richtige. Nach dem Anziehen ging es zu der Gruppe in einen Raum, in dem ein Einführungsfilm gezeigt wurde. Wir kamen erst mittendrin dazu (Ich kann nur jedem empfehlen, den Tripp frühzeitig zu buchen, um den ganzen Film genießen zu können). Auch bei diesem Film (wie bei Cadburys) wurde der Spaß in den Vordergrund gestellt und lustige Episoden zeigten, wie man möglichst nicht andere Leute verletzt oder mit dem Schnorchel unter dem Wasser einatmet. Auf dieser lustigen Ebene wurde aber auch vermittelt, dass die Teilnehmer mehr zur Unterhaltung der Delphine da seien und nicht umgekehrt und dass das sehen von Delphinen als Privileg, nicht als Dienstleistung betrachtet werden soll. Denn es seien keine Sealife-Delphine, sondern wilde Tiere, die es nicht mögen, angefasst zu werden. Es wurden verschiedene Techniken vorgestellt, wie man die Tiere für sich interessiert, so dass sie nicht einfach gelangweilt vorbeischwimmen. Die leichteste Methode, die dann auch alle massiv angewendet haben, war das erzeugen komischer Laute im Wasser. Wenn ihr also mal ein Boot seht, mit einer Herde von Schnorchlern davor, die alle wir wild in die gleiche Richtung schwimmen und dabei komische piepende-blubbernde Laute von sich geben, dann könnten Delphine in der Nähe sein. Weiter ging es mit der ganzen Gruppe (ca. 30 Leute und 6 Betreuer) in einem Bus zum Hafen. Der Busfahrer war gleichzeitig der Bootscaptain. Die 30 Teilnehmer und Betreuer teilten sich auf zwei kleinere Boote auf, so dass eine angenehme gespannte Atmosphäre entstand. Wir wurden noch mal gewarnt, dass heute erhöhte Seasickness-Gefahr sein und schon ging es los in rasendem Tempo über die richtig hohen Wellen. Da war die Achterbahnfahrt im Preis inbegriffen und wir hatten bereits auf der Fahrt großen Spaß. Wir setzten uns auf das hintere Teil des Schiffes, das nicht überdacht war und genossen die schaukelnde Fahrt. Und plötzlich sprang in der Ferne ein Fisch (Anmerkung: Ich weiß, dass Delfine keine Fische sind, mir ist nur kein anderes Wort dafür eingefallen.) aus dem Wasser und es kamen immer mehr dazu, so dass das Boot langsam umringt wurde von Flossen, schwarzen Rücken und platschenden Delphinen. Die waren wirklich gut drauf und machten Salti, wie in einer Dressurshow, rasten neben dem Boot her und zeigten uns ihre weißen Bäuche. So schöne Delphine, mit ihrer schwarz-weißen Musterung habe ich noch nie gesehen. Ich denke, das Boot muss so rasen und so eine riesige Bugwelle hinter sich lassen, damit die Tiere überhaupt Interesse haben. Ziemlich schnell hieß es dann auch schon: Motor aus, Schwimmer rein ins Wasser. Ich war im Wasser erst mal atemlos. Das lag nicht an der Kälte, die ich gar nicht so mitbekam, sondern an dem Schnorchel. Ich hatte noch nie zuvor ernsthaft einen Schnorchel mit Taucherbrille benutzt und so hatte ich das Gefühl, ich müsste besonders tief einatmen, um überhaupt genug Sauerstoff zu bekommen. Als ich dann noch mit den Augen unter die Wasseroberfläche in das tiefe Dunkel unter mir schaute, bekam ich Atemnot und fühlte mich, wie ein kleiner Sandkorn in einer riesigen Masse an Wasser, die mich von allen Seiten zusammen drückte. Und wenn ich mir dann vorstellte, dass unter mir jeden Moment ein Fisch vorbei kommt, der größer ist, als ich, verlor die romantische Idee vom „mit den Delphinen schwimmen“ ihre fröhlichen Pastellfarben. Ich hoffte quasi, dass ich nichts sehen würde, wenn ich unter mich schaute. Und so übte ich, etwas abseits von der Gruppe erst einmal das Kopf-unter-Wasser-Gefühl. Langsam ging es halbwegs und als ich nach einem wirklich guten Versuch einmal aus dem Wasser hinaus über die Wellen schaute, saß 6 Meter von mir auf dem Wasser ein riesiger Vogel: Ein besonders großer Königsalbatross. Und er schaute mir ganz gelassen zu. Als ich erneut tauchte und wieder aufsah, hatten mich die Wellen noch ein Stück weiter zu ihm getragen und ich bekam ein bisschen Angst vor diesem großen Tier, mit seinem massigen Körper, feingezeichneten schwarzen Gesichtslinien und dem uralten gelassenen Blick auf mich gerichtet. Wir schauten uns an und keiner bewegte sich. Dann aber fuhr unser Boot um unsere Gruppe herum und der Vogel wurde aus seiner Starre gerissen, entfaltete die größten Flügel der Erde, rannte ein Stück auf dem Wasser und schwebte mit wenigen Flügelschlägen davon. Übrigens: In einer Dokumentation haben wir einmal gehört, dass viele Albatrosse sterben, weil sie sich ihre Beine brechen und dann nicht mehr starten können. Genau so, wie viele Elefanten sterben, weil sie verhungern, weil ihre Zähne zu abgenutzt sind. Eigenartige Natur. Nun war ich bereit für die großen Fische. Ich schaute wieder unter mich und zack, da war er: neben-unter mir schwamm ganz schnell ein einzelner Delphin entlang. Ganz automatisch kam aus mir eine Art Schrei unter Wasser, was sich von außen sicherlich nicht groß anders anhörte, als die Geräusche, die die anderen machten. Zum Glück kümmerte sich das Tier nicht um mich. Und schon ertönte die Tröte vom Schiffscaptain, was bedeutete, wir sollten wieder zurück zum Boot, damit wir den Delphinen hinterher fahren und einen erneuten Tauchversuch starten konnten. Die meisten Taucher schauten oft in die falsche Richtung, wenn direkt hinter ihnen eine Flosse auftauchte. Wer sich jetzt ein wenig gruselt: Seit ich den ersten Delphine gesehen hatte, ging es mit der Angst schon ganz gut, denn sie bewegen sich so spielerisch und lustig, dass man ihnen gar nicht zutraut, etwas Böses zu wollen. Beim nächsten Tauchgang sah ich dann auch eine ganze Herde unter mir und viele immer wieder neben und vor mir und ich reihte mich in die Reihe der piependen Taucher ein und hoffte, möglichst noch mehr Tiere zu sehen. Einen kleinen Schreckmoment bereiteten mir zwei Quallen, die direkt vor meiner Tauchbrille schwebten, als ich ins Wasser schaute. Nach 7-8 Tauchstopps duschten wir uns auf dem Boot warm ab, zogen uns um, tranken heiße Schokolade, aßen Ingwerkekse und fuhren noch einmal zu einer Stelle, an der ungefähr 100 Delphine wie für ein Fotoshooting um uns herum schwammen und sprangen. Wir fotografierten wie die Weltmeister. Manche gaben so richtig an, sprangen zehn mal hintereinander in die Luft, drehten sich um ihre Achse und platschten mit dem Rücken auf. Aber die Bilder werden nie so schön, wie das Gefühl, das wir an diesem Nachmittag hatten und so saßen wir irgendwann einfach nur noch da und schauten um uns herum. Diese Tour können wir nur jedem empfehlen! Und macht bloß nicht die Albatrosstour einzeln! Wir haben so viele der Vögel unterwegs gesehen. Sie kamen zwar nicht so nah an das Boot ran, aber wer möchte die auch anfassen? Wir denken schon darüber nach, noch einmal mit Delphinen zu schwimmen, aber auf jeden Fall auch noch eine Waltour zu machen.

Dieser Beitrag nimmt an der Wahl der besten Reiseberichte Neuseeland teil.

Aktuelle Jury-Wertung: 3,5

Auch Ihr könnt im nachfolgenden Textfeld Eure Bewertung abgeben. Bitte orientiert Euch am Schulnotensystem (1=sehr gut, 6=ungenügend).

22 Responses to “Ganz rechts unten”

  1. Michael Jennek Says:

    Klasse Bericht —> Note: 1

  2. Maximilian Schmitt Says:

    Super Bericht, super geschrieben – > Note 1

  3. Tope Says:

    1 mit Sternchen, toller Reisebericht.
    Note: 1

  4. Edith Roubinek Says:

    nach diesem reisebericht bleibt einem nichts anderes über als in den nächsten flieger zu steigen und sich dieses herrliche land anzuschauen
    note:1

  5. Laura Says:

    Wie immer: wenn man eure Reiseberichte liest, bekommt mangleich viel mehr Lust auf die eigene Reise :)

    Note: 1 (mit Sternchen und sechs Herzchen ^^ )

  6. Steffen Says:

    Es ist, als ob man dabei wäre. Und nichts wünscht man sich sehnlicher, nachdem man diesen Bericht gelesen hat. So muss ein Reisebericht geschrieben sein.

  7. Christian Says:

    Einfach ein toller Reisebericht der auf netteste und unterhaltsamste art und weise Neuseeland und eure Erlebnisse beschreibt. Nach dem Bericht möchte man nur eins: Ins Flugzeut steigen und die Route abfahren…

    Ganz klare Note : 1 (mit 580 Sternchen und 712 Extra-Ausrufezeichen)

  8. Czery Says:

    Sehr bildlich und persönlich geschrieben. Gefällt mir sehr sehr seeeeehr gut. Note? 1!

    (Was ist denn das eingentlich für eine Jury-Bewertung? Kann sich die Jury mal bitte rechtfertigen?)

  9. Jens Freyler Says:

    Kann die Jury – tut sie aber gemäß den Ausschreibungsbedingungen nicht. Die Bewertung der Jury setzt sich aus mehreren Noten zusammen, die bei diesem Beitrag bisher eine Mischwertung von 3,5 ergeben – aber die sich sammelnden Leserwertungen werden natürlich ebenfalls berücksichtigt.

  10. Astrid Says:

    Der Reisebericht ist frisch, sehr spannend, persönlich und anschaulich geschrieben. Der Leser lebt richtig mit und hat das Gefühl, dabei zu sein. Es kommt keine Sekunde Langeweile auf,
    man möchte mehr davon. So sollte ein Reisebericht aussehen. Note 1

  11. Czery Says:

    Schade, hätte gerne den Grund dafür gehört, warum die anderen, meiner Meinung nach teilweise etwas trockenen Reiseberichte so viel bessere Bewertungen bekommen haben, als dieser hier.

  12. Benji Says:

    Sehr schön und blumig geschrieben mit ner gewissen Portion Witz. Toller Bericht -> Note 1

  13. peter Says:

    So kann jemand etwas nachvollziehen wie herrlich es dort ist. Klasse. Wenn einem so viel gutes wird beschert dann ist es schon ein sehr gut wert.

  14. Alexia Says:

    Schöner und informativer Bericht. Note 1

  15. Roland Says:

    Abwechslungsreich und informativ. So macht ein Reisebericht einfach Spaß. Note 1

  16. Friedel Says:

    Total spannend geschrieben und super interessant. Note 1

  17. Alina Says:

    note 1, einfach super..

  18. Daniel Says:

    Klasse Bericht. Macht immer wieder Spaß eure Beiträge zu lesen.
    Nicht nur das es spitze zu lesen ist, nein man bekommt auch noch so einiges für die eigene Reise mit.
    NOTE 1

  19. Gabriele Says:

    Ich habe schon viele Reiseberichte gelesen – dieser gehört zu den interessantesten, weil er so anschaulich und bildhaft erzählt. Super!

  20. Jule Says:

    Der Bericht beschreibt bildhaft und interessant Gegebenheiten in NZ und ist mit viel Liebe geschrieben. Beim Lesen fiel mir aber auf, dass teilweise nicht gut recherchiert wurde…zum Beispiel sind Zikaden Insekten und keine Pflanzen…Auch sind da einige Rechtschreibfehler. Ich gebe eine 2,5.

  21. Cloudy Says:

    Ja, da hast du Recht, ich meinte Zypressen, wie in den Bildern von Van Gogh. Für die Rechtschreibfehler: Sorry an alle, ich hatte den Bericht in der Nacht des Abgabetermins fertig, so dass ich ihn nicht noch einmal von anderen lesen lassen konnte. Schlechtes Zeitmanagement. Ich hoffe, ihr könnt trotzdem eintauchen und habt eine gute Zeit beim lesen!

    Vielen Dank für die vielen sehr guten Bewertungen! Wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, was wir noch so alles erleben, kommt uns auf unserem Blog http://www.ganzrechtsunten.de besuchen ;)

  22. Michael Says:

    Trotz der kleinen Holper sehr dicht, sehr anschaulich geschrieben. Der Spannungsbogen wird gehalten. Für den Rest ist der Lektor da…
    Ich finde, das ist eine 1


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