“A new star is born”, gibt es so einen schönen Slogan. Lesung im Alten Kesselhaus, Hamburg

Ähnliches könnte man verlauten lassen über das “Alte Kesselhaus”. Nun spricht der Name nicht wirklich für einen neuen Star und doch ist das Gebäude auf dem Gelände des Museums der Arbeit in Hamburg-Barmbek lange Zeit alles gewesen, nur kein “Star”.

Doch letzte Woche hatten wir die Gelegenheit, das liebevoll restaurierte Gebäude erstmals mit einer Veranstaltung zu bespielen – im Rahmen der gemeinsam mit Globetrotter Ausrüstung gestarteten Lesungsreihe “Travelers Tales”.

Arnulf Heimbach war der erste, der mit seinem Alaska-Kanada-Buch “Wasser, Wind und weites Land” interessierte Besucher ins Alte Kesselhaus lockte.

Arnulf Heimbach im Alten Kesselhaus, HamburgWie neu diese alte Veranstaltungs-Location ist, belegte auch das Hamburger Abendblatt eindrucksvoll… die Veranstaltung wurde in der Presseveröffentlichung kurzerhand vom “Alten Kesselhaus” in Barmbek ins “Kesselhaus” in der Hafencity verlegt. Ich hoffe, nicht allzuviele Reiselustige sind auf diese falsche Fährte reingefallen.

Insofern nochmal ganz deutlich:

Alle Veranstaltungen (die nächste am 28.11., 19:00 Uhr, Weltreise mit Kindern mit Alexander und Susanne Saade) finden im Alten Kesselhaus statt in Hamburg-Barmbek. Ihr könnt das Gebäude direkt von der Ecke Maurienstraße/Osterbekweg ansteuern, oder Ihr kommt zum Infostand im Eingangsbereich von Globetrotter Ausrüstung am Wiesendamm 1, Hamburg. Von dort aus wird man Euch den Weg weisen.

Kanada-Bären in HamburgUnd was hat das “Alte Kesselhaus” zu bieten?

Nun, abgesehen natürlich von Top-Autoren aus unserem Verlag, hat das alte Gemäuer ein warmes Ambiente mit dezent versteckter Technik, einem lodernden Kamin, einem stolzen Stapel Holzscheite, einer Küchenbar und… der wahrscheinlich einzigen Long-Chimney-Toilet der Welt…

Ihr solltet also dabei sein!

Und über die Termine könnt Ihr Euch gerne fortlaufend über www.travelerstales.de informiert halten.

Entdecke Deine Abenteuerlust!

Impressionen aus Sevilla gewünscht?

Hier ist der ReiseGeister-Trailer zu “Mit Carmen durch Sevilla”, gedreht vom Autor selbst, dem Regisseur und Dokumentarfilmer Leif Karpe.

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Das Buch findet Ihr übrigens hier.

Bitte Filmcopyright von Leif Karpe, planet pictures beachten!Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Bettina Arlt - Lesung Mit Lola durch Berlin
Berlin. Zahllose Passanten berichten, dass sie vor einigen Tagen, Lola, den blauen Engel Marlene Dietrich in Berlin gesichtet haben. Und sie soll dort nicht allein gewesen. Die Gebrüder Humboldt waren ebenso zugegen, wie Napoleon und Nofretete.

Gesichtet wurden diese ReiseGeister in der Tucholskystraße, in der Berliner Galerie Hiltawsky, wo sie zur Premiere ihres Buches “Mit Lola durch Berlin” nicht nur Autorin Bettina Arlt und Verleger Jens Freyler eingeladen hatten, sondern auch interessierte Gäste und die ReiseGeister anderer europäischer Metropolen.

So war Carmen mit Julius Caesar, Christoph Kolumbus, Ernest Hemingway und Don Quijote aus Sevilla angereist, während Esmeralda Victor Hugo, Quasimodo und Pierre Gringoire im Schlepptau hatte.

Zur Feier des Tages veranstaltete man nicht nur eine Vernissage, bei der die Illustrationen von Chris Salmen erstmals im Großformat gezeigt wurden, sondern Bettina Arlt schlüpfte in die Rolle der Lola und las ausdrucksstark aus dem neu veröffentlichten ReiseGeister-Buch aus dem traveldiary.de Reiseliteratur-Verlag.

Wohin die ReiseGeister nun verschwunden sind? Man weiß es nicht genau, es gibt keine schlüssigen Augenzeugenberichte darüber, wo sie sich versteckt halten. Doch eines ist sicher, ihren Spuren folgen kann man mit den verschiedenen ReiseGeister-Büchern…

Und irgendwo in Deutschland und Europa werden sie sicherlich bald wieder auftauchen, denn die ReiseGeister sind erweckt!Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Ich fuehlte mich sofort so wohl, wollte garnie wieder weg. Alles roch nach frischem Holz, die Rehe grasten in der Wiese und ueber dem Fjord lag eine wunderbare Stille, die nur von ein paar Vogelgespraechen unterbrochen wurde.
Der Hausherr – Herr Bird – brachte uns noch frischen, selbst marinierten Lachs vorbei, der sofort auf den Grill kam und wahrscheinlich der beste Lachs war, den ich jemals gegessen habe. Wir saßen noch lange nachdem die Sonne ueber Bird’s Bay untergegangen war draussen auf der Terrasse und sahen dem Lagerfeuer zu, bis wir verdaechtige Geraeusche im Gebuesch hoerten. Wir waren darueber informiert worden, dass Ucluelet Baeren Territorium ist, und die Menschen hier friedlich mit den Tieren zusammen leben, solange jeder seinen Respektabstand einhaelt. Die Gaeste vor uns hatten angeblich regelmaeßig Besuch von einem Schwarzbaeren, der am Strand entlang die Beeren von den Bueschen abknibbelt. Wir waren auch ganz heiß darauf, einen echten Baeren in freier Wildbahn zu sehen, besannen uns aber dann doch auf den Respektabstand und hatten es ploetzlich sehr eilig, ins Haus zu kommen. Der Baer hat sich uns leider nicht gezeigt, moeglicherweise war der Geraeuschmacher auch nur ne Maus…

Der naechste Morgen begann mit einem Reiher im Nebel und in original kanadischem Ahornsirup ertraenkten Pancakes. Dann starteten wir unser Raumschiff und fuhren zum Pacific Rim National Park, der zwischen Ucluelet und Tofino liegt und zum großteil aus Wald besteht. Aber keinem normalen Wald, sondern Regenwald, der aussieht wie vor 3 Millionen Jahren Waelder ausgesehen haben muessen. Da gibts keinen Foerster der ausduennt, pflegt und frisiert, sondern da fallen die Baeume nach Lust und Laune kreuz und quer um und bleiben so lange liegen bis sie zu neuem Waldboden verrottet sind. Ich haette mich nicht gewundert, wenn ich einem Dinosaurier begegnet waere. Das Gruen der Pflanzen geht schon fast Richtung Neon und die Luft ist so klar, dass einem fast schwindelig wird.

Tofino (Foto: Joerg Baier)

Tofino (Foto: Joerg Baier)

Neu geerdet ging’s weiter nach Tofino, dem kleinen Hippie-Surfer Dorf, zu unserem Hauptprogrammpunkt: whale watching. Trotz Nebel und schlechten Prognosen wollten wir unbedingt unser Glueck versuchen, einmal einen Wal in Echt und ohne Mattscheibe zu sehen. Also buchten wir bei Jamie’s Whaling Station einen Trip mit dem Zodiac, wurden in rote Armageddon Schutzanzuege gesteckt und von Tony, unserem braungebrannten Skipper mit der Gucci Sonnenbrille darueber informiert, dass man mit Rueckenproblemen nicht mitfahren duerfte. Was genau er damit meinte, wurde uns klar, als er den Gashebel fuer seine zwei 250 kubik Motoren umlegte und wir mit 60 mpH ueber die Wellen in den Nebel donnerten.
Die rasante Blindfahrt wechselte mit jeder Welle zwischen einem Moment der stillen Schwerelosigkeit gefolgt von einem harten Aufprall, euphorischem Jubelgeschrei nachdem man festgestellt hatte, dass der Ruecken noch heil war und einem langgezogenen “Oooohhhh” sobald das Zodiac den naechsten Wellenberg hochschoss.
Als wir endlich gut geschuettelt, nicht geruehrt im Clayoquot Sound angekamen, machte Tony die Motoren aus und wir starrten alle gebannt auf die Wasseroberflaeche.
PPPFFFFFFFFFFFFFFF blies der Grauwal seine Fontaine keine 10 Meter von unserem Boot entfernt in die Luft, atmete noch dreimal tief durch und tauchte wieder ab, um weiter den Meeresboden nach Krill abzugrasen. Das Schauspiel wiederholte sich alle 5-7 Minuten und das Zodiac mit den 10 knallroten Maennlein drin war ihm dabei voellig schnuppe. Wir beobachteten in großer Ehrfurcht.

whale watching (Foto: Joerg Baier)

whale watching (Foto: Joerg Baier)

Der Nebel riss auf und Tony fuhr mit uns an einen anderen Spot, wo ein Buckelwal gerade dabei war, einen Fischschwarm fuers Abendessen zu jagen. Die Tour dauerte insgesamt fast 3 Stunden und wir sahen noch witzige kleine Seeotter, einen faulen Seeloewen und ein Weißkopfseeadler Ehepaar mit kleinen Piepsis im Horst.
Auf der Rueckfahrt nach Ucluelet machten wir noch einen Zwischenstopp am fast menschenleeren Long Beach und beobachteten die Surfer im Sonnenuntergang.

Nach einem letzten Spaziergang entlang der zerkluefteten Kueste ging’s am naechsten Morgen wieder zurueck nach Port Alberni. Moritz’ Auto war immer noch nicht repariert, also mussten wir die Faehre von Nanaimo nach Horseshoe Bay als Fusspassagiere nehmen. Auf halber Strecke sprangen ploetzlich alle Fahrgaeste von ihren Sitzen auf und wedelten und deuteten wie wild nach draussen. Grund der Aufregung war eine Schule von ca. 100 Delphinen, die im letzten Licht der untergehenden Sonne das Fahrwasser der Faehre kreuzte.

Mit diesem Bild im Kopf sitze ich jetzt wieder in unserer Wohnung in Downtown Vancouver und grueble darueber nach, wie ich es am besten anstelle, einmal meine eigene Holzhuette am See zu haben. Aber eine aehnliche Ruhe wie in der kanadischen Pampa werde ich wohl in Europa nirgends finden, und vor allem muesste es eine Holzhuette mit highspeed Internet sein…

Long Beach (Foto: Joerg Baier)
Long Beach (Foto: Joerg Baier)

Sie ist schon wieder einige Tage her, die Frankfurter Buchmesse und so langsam gewinnen wir wieder Oberwasser im Verlag und einen Überblick über den Stand der Dinge… und können drüber nachdenken, was die Highlights von Frankfurt 2009 waren… und hier sind sie!

Autoren auf der Messe
Mit Saskia Böhm, Tonja Clemente, Martina Dénervaud, Margarete Franz (das wird eine Neuveröffentlichung in Leipzig 2010), Leif Karpe, Albert Karsai, Alexa Siersdorfer, Sandra Werle hatten wir in diesem Jahr 8 Autoren auf der Messe.

Autorin ohne Grenzen 2009
Tonja Clemente - Frankfurt 2009 - Autorin ohne Grenzen
Die 25-jährige Tonja Almeida de Madeira Clemente konnten wir auf der Frankfurter Buchmesse zur Autorin ohne Grenzen 2009 wählen. Mit ihrem Indien-Bericht belegte die Bremerin Platz 1 vor der Schweizerin Martina Dénervaud (”Kyoto”) und dem Österreicher Albert Karsai (”Auf zwei Rädern durch Hanoi”).

Das meistgekaufte Buch
Die besten Reiseberichte – Band 2

Das meistgeklaute Buch
Die besten Reiseberichte – Band 1

Die besondere Ehre
Eine Mitarbeiterin der Deutschen Bibliothek (dorthin muss jeder deutsche Verlag von jeder Neuveröffentlichung unentgeltlich Buchexemplare zur Archivierung senden) besuchte unseren Stand und berichtete begeistert, dass sie alle 3 ReiseGeister-Bücher gelesen hat, total begeistert ist und schon ganz gespannt auf die nächsten ist – und als Mitbringsel kaufte sie gleich noch ein Exemplar von “Mit Carmen durch Sevilla“. Solch ein Lob von jemandem der jede deutsche Neuveröffentlichung in die Hand bekommt? Vielen Dank!

Die kurioseste Begegnung 1
Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner stand neben mir am Pissoir – und das nicht im Basislager des Kailash, sondern in Halle 3.1 der Frankfurter Buchmesse

Die kurioseste Begegnung 2
Über unsere neue ReiseGeister-Serie führten wir auf der Messe Gespräche mit verschiedenen Rechteagenturen, die die Verlagsrechte für ausländische Sprachen und Märkte an dieser Serie vertreten sollen. Unter anderem sprach ich so mit Peter Riva, dem Chef von International Transactions. Und Peter fragte mich, wie ich auf ihn gekommen sei. Ich erklärte ihm, dass ich mich umgeschaut habe und gesehen habe, dass er Erfahrung mit Reisebüchern hat. “Ah”, antwortete er und ergänzt mit einem Fingerzeig auf “Mit Lola durch Berlin“: “und ich dachte es sei, weil ich der Enkel von Marlene Dietrich bin!” – Amerika, wir kommen!

Kooperation für Leipzig & Down Under
Auf der Frankfurter Buchmesse konnten wir einen Kooperationsvertrag unter Dach und Fach bringen, über den wir schon seit einigen Monaten mit dem Mana Verlag aus Berlin verhandeln. Der Spezialist für Australien, Neuseeland und Südsee war interessiert an einem guten Partner im Bereich Reiseberichte, wir waren interessiert daran, einen Partner an unserer Seite zu finden, der gemeinsam mit uns nach vorne denkt. Und so soll es sein! In Leipzig 2010 werden wir erstmals einen gemeinsamen Messeauftritt zeigen und nicht lange danach dürfte es die ersten Australien-Neuseeland-Ozeanien-Reiseberichte geben, die wir gemeinsam veröffentlichen… Mehr Infos folgen!

Vertragliches 1
Auf der Messe verhandelt und zwischenzeitlich unterschrieben haben wir auch Auslieferungsverträge mit Luubooks und dem Vertrags-Service Imfeld, die unsere Bücher zukünftig stärker in Bayern bzw. in der Schweiz gegenüber dem Buchhandel vertreten werden. Die Schweiz ist somit gleichzeitig ein gewisser Testmarkt für uns, denn in diesem reisefreudigen Land werden wir nun erstmals mit Vertretern den Buchhandel ansprechen. Auf gutes Gelingen!

Vertragliches 2
Wenn ich schon von der kuriosen Begegnung mit Peter Riva berichte, ein erster Vertrag zur Vertretung unserer Auslandsrechte ist kurz vor Unterschrift. Wir wollen es noch nicht beschreien, aber vielleicht können auch viele, viele nicht-deutschsprachige Menschen auf dieser Welt bald die Erlebnisse und Berichte des ein oder anderen unserer Autoren teilen…

Muss ich da noch ein Fazit ziehen? Ich glaube nicht.

Wenn aus all den vielversprechenden Anstößen dieser Messe etwas wird, dann…

viel Spaß beim Lesen und Reisen ;-) !Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Ihr kennt das sicherlich, oder?

Eine einsame Straße. Verlassen. Der Wind treibt Wüstensand von rechts ins Bild, in dem ausgedörrte Sträucher tanzen. Obwohl es still ist, hört man die Spannung knistern. Fast sehnt man herbei, dass die Spannung sich löst, dass aus dem Dunst die Pferde auftauchen und auf die Straße einreiten. Und doch hat man Angst davor, dass es so kommt. Es kommt so. Aus dem Wind schälen sich sechs Reiter auf ihren Pferden, die einen Planwagen begleiten… und man weiß, diese Szenerie wird den Lauf der Geschichte verändern…

So war es auch letzten Sonntag. Na gut, vielleicht war es ein bisschen anders, aber…

eine einsame Straße. Verlassen. Der Wind treibt feuchte Luft von rechts ans Visier, braungefärbte Blätter tanzen darin. In der Stille hört man nur das Geräusch der Maschinen. Und dann tauchen sie auf, lenken auf die Straße ein. Aus dem Wind schälen sich sechs Motorräder und ein Planwagen (sorry Alexander, aber für Dein Gefährt fiel mir keine bessere Übersetzung ein ;-) ) … und man weiß, dass mit dieser Tour die Saisonkennzeichenträger sich für einige Monate von den Touren verabschieden werden müssen.

Trotz dieser Wehmut wird es eine besondere Tour. Witold führt uns zuerst vorsichtig, die Straßen sind noch nass, Laub weht uns nicht nur um die Helme sondern verklebt auch immer wieder schmierig die Straße und man kann sich nie ganz sicher sein, wie der Auslauf der nächsten Kurve aussieht. Doch wir alle gewinnen ein gutes Gefühl für die Verhältnisse, wissen unsere Motorräder einzuschätzen und nach einem ersten kurzen Stop mit Indian-Summer-Ausblick, ziehen wir mit angemessener aber guter Geschwindigkeit durch das Lauenburger Land.

Teils kommt man sich vor wie einer dieser Laubbläser, der auf dem Ohlsdorfer Friedhof der sinnlosen Aufgabe folgt, Tonnen von Laub auf Haufen zusammenzublasen, von der der nächste Windstoß sie wieder verteilt. Aber während es dort eine ABM-Maßnahme ist, ist es für uns ein Nebeneffekt, wenn der Auspuff der vor Dir fahrenden Maschine das taumelnde Laub wieder aufstieben lässt.

Doch ob es das Wetter macht, ob wir zu gut gelaunt und damit zu laut auftreten oder ob es wirklich so ist – die ersten beiden Restaurants, die wir uns für eine Mittagspause aussuchen, haben keine Plätze für uns. In einer Stunde vielleicht.

In einer Stunde? In einer Stunde haben wir dieses Nest schon wieder verlassen und treiben unser Unwesen vor einem anderen Saloon!

In Sandesneben nimmt man uns schließlich auf, gibt uns Speis und Trank und bietet uns einen Unterschlupf für einige Zeit bis wir wieder auf die Straße zurückkehren – der Himmel aufgehellt inzwischen, die Straßen trocken.

Eingeparkt für diese Saison

Und so gibt es doch noch einmal die Möglichkeit mit den Kurven von Lasbek zum Neigungstäter zu werden.

In Elmenhorst heißt es dann nach nur 120km Tour Abschied nehmen. Für einige von uns bedeutet dies auch, die Maschine ein letztes Mal zu putzen und zu schmieren, sie vollzutanken und einzumotten… okay, ich gebe zu, das mit dem Putzen und Einschmieren habe ich vergessen, aber sie ist sicher geparkt.

All doors closed for landing.

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Ride on!

Jens.

Unser erster laengerer Ausflug hat mir nicht nur das echte Kanada gezeigt, sondern mir ist auch klar geworden, wie ich einmal mein Leben verbringen moechte. Ein etwas utopischer Traum vielleicht, aber das haben schon viele Leute vor mir gedacht und dann hat’s doch geklappt.

Wir hatten den Freitag nach dem Canada Day frei, also starteten Kumpel Moritz, Joerg und ich fruehmorgends in Motz’s F150 Pickup los Richtung Horseshoe Bay. Die Sonne schien, der Kaffee war heiß und wir waren gespannt auf die “Ueberraschung”, die Moritz fuer uns gebucht hatte.
Von Horseshoe ging die Autofaehre rueber nach Nanaimo auf der Ostseite von Vancouver Island. Die Ueberfahrt dauerte etwas mehr als eine Stunde, vorbei an vielen kleinen Inselchen, und vom Sonnendeck aus sah man Vancouvers Hochhaeuser weit hinten im Dunst verschwinden.

Von Nanaimo wollten wir direkt die Insel queren und an die Westkueste nach Tofino fahren, eine Strecke von ca. 150km. Mit frischem Kaffee im Becher, Muffins und selbstgeschmierten Broetchen im Bauch und AM country Radio saßen wir zu dritt nebeneinander auf der Bank des Pickups, verbrauchten 20 Liter Sprit auf 100km und waren guter Dinge. Bis ploetzlich auf halber Strecke kurz vor Port Alberni das Auto anfing, komische Motoraussetzer zu haben, die immer haeufiger wurden bis schließlich der Motor komplett ausging und wir von der Straße ab auf einen Parkplatz ausrollten. Ein lustiger Zufall, dass genau dieser Parkplatz zu einem Canadian Tire (ein Baumarkt fuer Fahrzeuge mit Werkstatt) gehoerte, von denen es vielleicht insgesamt 3 auf der 32 000 qkm großen Insel gibt. Zwischen Port Alberni und Tofino gibt’s 70km lang nur Wald und kein Handynetz, also hatten wir Glueck im Unglueck, dass uns die Karre genau dort verreckt ist.
Wir verbrachten dann 4 Stunden auf besagtem Parkplatz, in der Hoffnung, dass die Jungs vom Canadian Tire unser Auto wieder zum Laufen kriegen. Waehrend wir warteten  krachten auch noch zwei Pickups auf unserer Glueckskreuzung ineinander, Totalschaden.

Das Auto wurde natuerlich nicht fertig repariert, also riefen wir ein Taxi, das uns zu Budget bringen sollte, damit wir wenigstens mit einem Mietwagen weiterfahren konnten. Wir waren kaum 500m mit dem (zugegeben nicht mehr ganz jugendlichen) Taxi gefahren, als ploetzlich die Beschleunigung nicht mehr funktionierte und wir mitten auf der Kreuzung fast zum stehen kamen. Die beleibte Taxifahrerin war sich sicher, dass wir verflucht sein mussten.
Wir schafften es dann im Schritttempo doch noch bis zu Budget und stiegen auf eine strahlendweiße Toyota Hybrid Limousine um, die sich nach dem alten Pickup und dem verlotterten Taxi anfuehlte wie ein Raumschiff.

Jetzt konnte der Urlaub losgehen. Mit dem Cinematic Orchestra aus dem Ipod (nicht mehr ganz so authentisch wie AM Radio, aber mei, wir haben’s ja versucht) schwebten wir umweltfreundlich und geraeuscharm durch Waelder und Flusstaeler nach Ucluelet, dem weniger touristischen Nachbardorf von Tofino. Moritz hatte uns nicht verraten,  welche Unterkunft er fuer uns gebucht hatte, und mir verschlug es fast die Sprache, als ich sie sah: die Huette am See…

Foto: Joerg Baier

Bird's Bay

Huette am See

Huette am See

Fortsetzung folgt!

Sicherlich gäbe es viel über den gestrigen Messetag zu sagen und sicherlich haben die 74.634 Besucher des gestrigen Tages auch viel zu erzählen.

Für uns stand der Tag ganz im Zeichen der Ehrung der besten Reseberichte 2009.

Gleich 5 Autoren strömten dabei an unseren Stand und nahmen mit zahllosen Zuschauern teil an der Preisverleihung, die alljährlich ein besonderer Moment in unserem “Messealltag” (wer hat dieses Wort erfunden, kein Tag ist hier Alltag!!!) ist.

Lassen wir zuerst Bilder sprechen?

Ein ausführlicher Bericht folgt noch, doch um es heute kurz und erfreulich zu machen:

Wir konnten Saskia Böhm für ihre Kenia-Geschichte ehren und Sandra Werning für ihren Ecuador-Beitrag, wir konnten Albert Karsai für “Auf zwei Rädern durch Hanoi” den Preis für den dritten Platz verleihen, Martina Denervaud für “Kyoto” den Preis für den zweiten Platz.

Und unsere Autorin ohne Grenzen 2009?

Sie heißt Tonja de Almeida Madeira Clemente und konnte live in Frankfurt den Preis für den besten Reisebericht 2009 entgegeben nehmen und bei ihrer anschließenden Lesung allen anwesenden beweisen, dass sie ihn verdient hat.Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Ein weiterer Tag ist ins Land gegangen, der letzte Fachbesuchertag.

152.000 Fachbesucher waren in diesen 3 Tagen auf der Messe, ob die magische Zahl von 300.000 Besuchern damit bei dieser Messe noch geknackt werden kann, erscheint fraglich – aber noch stehen ja die Besuchertage aus!

Unwichtig wie viele Besucher es insgesamt waren, es waren auch ein paar Aussteller weniger und die gebuchten Flächen kleiner als im Jahr zu vor und doch war der Andrang an unserem Stand größer. In diesem Jahr haben wir schon fast doppelt so viele Buchkataloge “an den Mann” gebracht als im Jahr zuvor und die Nachfrage ist so groß, dass ich befürchte, die Kataloge gehen uns aus. Wer sich noch ein “Online-Exemplar” sichern will, der kann über www.traveldiary.de/buchkatalog.pdf reinblättern oder ihn ausdrucken.

Aber nicht nur Masse prägte bisher für uns die Messe, auch Klasse. Wir hatten tolle Gespräche und ich ahne, dass sich im Umfeld der Messe und im Nachgang noch einige bedeutende Dinge für uns anbahnen werden.

Was genau? Natürlich werden wir Euch auf dem Laufenden halten ;-)

Zum guten Schluss will ich für heute noch vermelden, dass unser Lektorat einen absoluten Achtungserfolg erzielt hat. Claudia war bei der Buchvorstellung einer “neuen” Bibel und zum Abschluss meinte der Herausgeber, dass ihnen leider ein Fehler in einer der Überschriften unterlaufen sei – und wer ihn finde, der erhalte ein Freiexemplar.

Claudia blättert rein, findet und schreitet zum Pult: “Soll es wirklich Briefe an Phlipper heißen oder sollten das nicht die Philipper sein”.

Aber vielleicht will der Verlag mit den “Briefen an Flipper” die Bibel ja auch für eine jüngere Zielgruppe öffnen…

Was ist noch zu sagen über den gestrigen Tag?

Mit Lola durch Berlin” ist bei Books on Film aufgenommen, Ralf Bauer tauchte bei “Free Tibet” auf, eine Autorenlesung musste abgesagt werden, da der chinesischen Autorin die Ausreise verweigert wurde und in der Welt der Stofftiere ist noch alles in Ordnung…Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de

Hallo allesamt!

Tja, was ist mittlerweile alles passiert, abgesehen davon, dass ich heute vergessen habe, den Fotoapparat mit ins Pressezentrum zu nehmen und so die neuesten Bilder nicht uploaden kann – aber das wird nachgereicht!

Highlight des ersten Tages auf der Messe war sicherlich der chinesische Löwentanz auf der Agora. Die chinesischen Artisten dürften sich an den Frankfurter Temperaturen nicht gerade erfreut haben, aber vielleicht wurde ihnen beim Tanzen in den Löwenkostümen trotzdem warm. Ja, China ist das Partnerland der diesjährigen Messe, doch an dem monströs großen Messestand im Forum soll der Andrang nicht so groß sein… nicht so groß wie am Ministand der Journalistenvereinigung P.E.N., an der eher kritische Stimmen zur Presse- und Meinungsfreiheit laut werden, nicht so groß wie am Stand der Stoffbeutel mit dem Aufdruck “Free Tibet” verteilt und nicht so präsent wie Taiwan, das die Messebesucher mit besonders großen und praktischen Plastiktaschen besticht.

Und auch die Besuchswelle asiatischer Besucher nehmen wir nicht größer wahr als in anderen Jahren. Lediglich indische Drucker waren in diesem Jahr noch nicht an unserem Stand. Scheuen sie etwas die chinesische Konkurrenz und sind gar nicht erst angereist?

An unserem Stand läuft die Messe auch ohne China-Neuerscheinung sehr gut. Das Interesse an unseren Büchern ist groß, die ReiseGeister öffnen so manche Augen und erwecken so manchen Geist dazu, die andere Art einer Städtetour zu entdecken, unsere Autoren Alexa Siersdorfer (Als Expat in Malaysia) und Leif Karpe (ReiseGeister) haben uns an unserem Stand besucht, mit Fredy Weber von Reisebasar.de und Britta Heer von BOD, beides Sponsoren unserer Ausschreibung “Die besten Reiseberichte” haben wir gesprochen, uns mit anderen Reiseverlegern ausgetauscht, wie insbesondere mit Hartmut Jäksch vom MANA-Verlag, aber auch mit Vito von Eichborn (Eichborn-Verlag).

Rechteagenturen haben Interesse an der Übersetzung der ReiseGeister in andere Sprachen und dem Vertrieb in anderen Ländern angemeldet, die “Buchmenschen” von Globetrotter Hamburg und Globetrotter Köln waren an unserem Stand, wie auch die anderer Buchhandlungen.

Doch das vielleicht lustigste Erlebnis war der Besuch einer Mitarbeiterin der Deutschen Bibliothek. Die Deutsche Bibliothek hat den Auftrag, das deutsche Buch-Kulturgut zu sichern und so muss jeder deutsche Verlag von jedem deutschen Buch zwei Exemplare der Deutschen Bibliothek übersenden, damit diese in wahrscheinlich endlosen Hallen und Regalen archiviert werden. Könnt Ihr Euch vorstellen, wie viel Bücher da lagern und wie viele da täglich eingehen – und das auch gerade vor der Frankfurter Buchmesse? Knapp 10.000 könnten das schon sein…

Un da kam eine Mitarbeiterin der Deutschen Bibliothek an unseren Stand und verkündete, wie begeistert sie von den ReiseGeistern sei, dass sie alle drei gelesen hat und dass sie sich schon auf die nächsten freut. “Ich bekomme ja alle”, lächelt sie und an.

Ja, sie bekommt alle rd. 40.000 Neuerscheinungen im Jahr – und drei von uns sind auf ihrer Leseliste gelandet!

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de So kann die Messe weitergehen!

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Neuseeland
unter Schafen, Kühen und coolen Kiwis


Mit Störtebeker durch Hamburg
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Hast du dir das so gedacht, Jakobus?
Pilgerreise Jakobsweg


Mit John Lennon durch Liverpool
Ein ReiseGeister-Buch

Frisch gebloggt!

Fußball-WM-Land Nr. 3 – Australien
Blog:Verleger-Blog
Datum:So, 13.Jun 2010
Autor:Jens Freyler

Fußball-WM-Land Nr. 2 – England
Blog:Verleger-Blog
Datum:Sa, 12.Jun 2010
Autor:Jens Freyler

Fußball-WM-Land Nr. 1 – Südafrika
Blog:Verleger-Blog
Datum:Fr, 11.Jun 2010
Autor:Jens Freyler

Zwischen John Lennon und Klaus Störtebeker…
Blog:Verleger-Blog
Datum:Di, 08.Jun 2010
Autor:Jens Freyler

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Aktuelle Reiseberichte

Ruhr.2010 - Holzweg oder Leinpfad
Datum: Fri, 13.Aug 2010
Autor: Bettina Arlt Leif Karpe


Holland in Michigan
Datum: Thu, 12.Aug 2010
Autor: Cornelia Lohs


Wwoofing Neuseeland
Datum: Wed, 11.Aug 2010
Autor: Theda Garnholz


Auf Jabobus' Pilgerpfad
Camino de Santiago

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